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Freenet unterliegt GMX vor Gericht

20.04.2005 | 11:39 Uhr |

Der Hamburger Konzern Freenet hatte sich wiederholt in Werbekampagnen und auf der eigenen Website als zweitgrößter Online-Dienst Deutschlands bezeichnet.

Der E-Mail-Anbieter GMX hatte schon im letzten Jahr vor Gericht eine Klage eingereicht. GMX sah in der Behauptung von Freenet, zweitgrößter Internet Service Provider sowie zweitgrößter Player im Internet zu sein, den Tatbestand des unlauteren Wettbewerbs. Freemail hatte wiederholt in der Reklame und auf der eigenen Website mit dieser Behauptung geworben. Der Freemailer GMX nimmt für sich selbst in Anpruch mit 15,5 Millionen E-Mail-Konten den 2.Platz der Branche inne zu haben. Freenet hingegen hat nur 2,8 Millionen Konten.

Nach dem Urteil des Berliner Landgerichtes vom 16. Februar 2005, liegt auch eine schriftlichen Urteilsbegründung vor. Das Gericht sah in der Inanspruchnahme des zweiten Platzes eine Irreführung des Verbrauchers und eine Verletzung des geltenden Wettbewerbsrechts. Das Urteil ist zwar noch nicht rechtskräftig, kann jedoch durch eine Sicherheitsleistung schon vollstreckt werden.

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