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Freenet will Debitel übernehmen - Verhandlungen mit Permira

27.03.2008 | 10:10 Uhr |

Der Telekomanbieter Freenet will den größeren Wettbewerber Debitel übernehmen. Freenet befinde sich in Gesprächen mit dem Finanzinvestor Permira, dem Debitel gehört, teilte das Unternehmen am Mittwochabend nach Börsenschluss in Hamburg mit.

Damit bestätigten sich Informationen aus Branchenkreisen vom späten Nachmittag. Freenet-Aktien bauten ihre Kursgewinne aus und stiegen im späten Handel auf dem Frankfurter Parkett um 4,02 Prozent auf 10,88 Euro. Sollten sich die Verhandlungspartner einigen, würde Freenet die Debitel-Gruppe einschließlich Verbindlichkeiten übernehmen und den Debitel-Aktionären hierfür eine Beteiligung von 24,9 Prozent an Freenet einräumen, hieß es in einer Pflichtmitteilung. Dazu komme ein Baranteil in nicht bezifferter Höhe, den Freenet ganz oder teilweise über ein Darlehen finanzieren will. Ein erfolgreicher Abschluss der Gespräche hängt Freenet zufolge noch von der Einigung über verschiedene Punkte ab. Auch müssten Gremien der beteiligten Unternehmen, das Bundeskartellamt und die finanzierenden Banken der Debitel-Gruppe einwilligen.

Bereits am Nachmittag war in Branchenkreisen über ein Interesse Freenets an Debitel gesprochen worden. Mit einer Akquisition könnte Freenet seine Mobilfunksparte stärken, verlautete aus den Kreisen, die damit einen Bericht des „manager magazins“ bestätigten. Von einer Bündelung der Geschäfte verspreche sich Freenet-Chef Eckhard Spoerr einer bessere Position bei den Verhandlungen mit den Netzbetreibern sowie Synergien, mit denen die Marge gesteigert werden soll, hieß es. Die Margen sind durch den Verfall der Mobilfunktarife unter Druck geraten, was auch Freenet zu spüren bekam. Freenet (früher mobilcom) hatte schon vor einiger Zeit eine Übernahme von Debitel geprüft, das Vorhaben dann aber wegen des geforderten Preises verworfen. Das «manager magazin» hatte berichtet, Permira sei sich mit Spoerr nun weitgehend einig. Freenet biete zwischen 1,4 und 1,5 Milliarden Euro. Permira hatte die Stuttgarter Debitel AG Mitte 2004 für 640 Millionen Euro von Swisscom übernommen. Dem Bericht zufolge will Spoerr den Kauf des Mobilfunkanbieters durch die Veräußerung des DSL-Geschäfts finanzieren. (dpa)

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