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Freescale weitet Gewinn aus und kauft zu

24.10.2005 | 11:09 Uhr |

Der Ende 2004 von Motorola ausgegliederte Chiphersteller Freescale Semiconductor hat seinen Nettogewinn im dritten Quartal 2005 im Jahresvergleich von 57 auf 164 Millionen Dollar oder 38 Cent je Aktie gesteigert.

Das Unternehmen aus Austin, Texas, profitierte dabei in erster Linie von einer verbesserten Kostendisziplin, während die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lediglich um 1,4 Prozent auf 1,45 Milliarden Dollar zulegten. Schuld an der schwächeren Umsatzentwicklung war die geringe Nachfrage nach Netzwerk- und Automotive-Chips. In letztgenannten Bereich machte Freescale insbesondere die Insolvenz des Automobilzulieferers Delphi zu schaffen. So musste die Company neben den damit verbundenen Umsatzeinbußen auch noch eine Sonderabschreibung von zehn Millionen Dollar auf offene Rechnungen von Delphi vornehmen. Im Bereich Wireless and Mobile Solutions, wo Freescale vor allem den ehemaligen Mutterkonzern Motorola beliefert, stiegen die Einnahmen um 8,4 Prozent auf 438 Millionen Dollar.

Außerdem gab Freescale die Übernahme des Chipdesigner CommASIC bekannt. Das Unternehmen aus San Diego wurde 2001 gegründet und ist auf Chips für Wireless-Geräte spezialisiert. Branchenkenner erwarten, dass Freescale die mit CommASIC erworbene Technik nutzt, um Funktionen wie WLAN und WiMax sowie die digitale Übertragung von Videosignalen in seine Chips zu integrieren. Finanzielle Details wurden nicht bekannt. Freescale erklärte lediglich, dass sämtlich 30 CommASIC-Mitarbeiter übernommen werden. (mb)

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