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Freiheit von der Ehe per Mausklick

18.09.2000 | 00:00 Uhr |

Paul Wilmott (40), Finanzberater aus London, hat
sich als erster Brite online scheiden lassen. «Ich kann noch gar
nicht glauben, wie einfach es war», sagte er am Samstag in der «Daily
Mail». «Ich wollte eine schnelle, billige Scheidung, aber die
Honorare, die die Anwälte fordern, sind ja lächerlich.» Er sei dann
aber bald auf die Scheidungs-Website http://www.divorce-online.co.uk/
gestoßen. Dort habe er nur 180 Mark (55 Pfund) bezahlt, während die
Anwälte über 1 600 Mark verlangt hätten. Zusammen mit den
amtlichen Bearbeitungsgebühren habe er insgesamt nur 610 Mark
bezahlt.

Mark Keenan, der Gründer des Internet-Scheidungs-Service, sagte:
«Die meisten Leute wollen sich so schmerzlos, schnell und billig wie
möglich scheiden lassen. Dank unseres Systems können sie das tun,
ohne aus dem Sessel aufzustehen.» Ian Coules, Spezialist für
Scheidungsrecht in Bristol, sagte dagegen: «Eine Scheidung ist ganz
bestimmt keine Sache, die man am Computer abhandeln sollte. Die
Scheidung selbst ist oft noch das kleinste Problem - etwa, wenn es um
das Sorgerecht für die Kinder geht.»
dpa

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