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Jailbreak: Freiheit für das iPhone

26.09.2008 | 10:33 Uhr |

Seit es den App Store gibt, knacken weniger Anwender ihr iPhone per Jailbreak als zuvor. Schließlich können sie Anwendungen nun auch auf offiziellem Weg über den iTunes Store auf ihr Telefon spielen.

Dass es aber weiterhin gute Gründe gibt, die künstlichen Beschränkungen des Herstellers aufzuheben, will die Seite iSmashPhone anhand von zehn Beispielen beweisen.

"Suchen Sie einen Grund, ihr iPhone zu knacken?", schreibt iSmashPhone. "Wir haben gleich zehn." Ein Jailbreak hebt Beschränkungen des iPhone OS auf, die ihm Apple auferlegt hat. Auf geknackten Geräten nämlich lassen sich auch Programme und Erweiterungen installieren, die der Hersteller in seinem App Store nicht toleriert. Den Jailbreak erledigen Programm wie QuickPwn und Pwnage , aktuell unterstützen sie offiziell alle Firmware-Version bis zu 2.0.1. Folgende Lösungen machen geknackte Telefone attraktiv: Wer viele Apps auf seinem iPhone installiert hat, dem fehlt schnell die Übersicht. Eine Lösung wäre es, die Programme nach Kategorien sortiert in Ordner zu packen, allerdings sieht das iPhone OS diese Möglichkeit nicht vor. Auf geknackten Telefonen allerdings lässt sich die Software Categories installieren, die genau diese Funktion hinzufügt: Ordner lassen sich auf dem Startbildschirm anlegen. Eine Auswahl an Icons bringt die Software gleich mit. Apple hat die Einstellungen des iPhone so einfach wie möglich gestaltet, dabei aber so manche Option ausgeblendet. Boss Prefs fügt diese Optionen hinzu: Nach Installation der Software lassen sich beispielsweise die Datenzugänge per WLAN, Bluetooth und Edge getrennt voneinander ein- und ausschalten, um die Batterielaufzeit zu erhöhen. Zwar nimmt das iPhone Bilder auf, Videoclips aber will das Telefon keine drehen. Cycorder sorgt dafür, dass das geht: Die Software verwandelt das Smartphone in einen Mini-Camcorder, der Video und Audio aufnimmt. Der Austausch von Dateien gehört nicht zu den großen Stärken der iPhones. Entwickler Jay Freeman hat eine Open-source-Implementierung von AppleTalk auf das iPhone gebracht. Mit Netatalk lassen sich ohne Aufwand Dateien aufs iPhone und vom iPhone herunter kopieren. Um die Sicherung aller Programme auf dem iPhone indes kümmern sich die Applikationen AptBackup und AppBackup. Erstere sichert die inoffizielle Software, zweitere die Programme aus dem App Store. Wer die Oberfläche des iPhones nicht mag, der kann sie auf geknackten Geräten nach Lust und Laune seinen Wünschen anpassen. Winterboard tauscht Hintergrundbilder sowie Standardicons aus und lässt den Anwender die Farbgebung frei wählen. TuneWiki erweitert die Musiksoftware des iPhones um eine Reihe von Fähigkeiten: Die Software kann Liedtexte aus dem Internet herunterladen und zeigt an, was TuneWiki-Benutzer in der Umgebung für Musik hören. Eine Topliste macht die Community komplett. Eines der größten Mankos des iPhones ist: Es lässt sich bislang nicht als Modem für ein Notebook benutzen - zumindest, wenn es nicht Jailbreak-geknackt ist. Dann nämlich erst lässt sich die Software iPhoneModem darauf installieren, die allerdings 9,99 US-Dollar kostet. Ein Client für den Mac liegt bei. Auf einen Blick gibt das iPhone von Haus aus keine Informationen preis. Zunächst muss der Anwender das Telefon entriegeln und dann beispielsweise den Kalender aufrufen, wenn er nach seinen Terminen sehen möchte. Es sei denn, er verwendet Intelliscreen: Sie kann auf dem Startbildschirm anzeigen, ob neue Mails und SMS-Nachrichten vorliegen, zeigt das Wetter, Kalendereinträge und mehr. Technisch versierte Anwender, Entwickler und Administratoren schließlich werden auf OpenSSH nicht verzichten wollen. Für den sicheren Zugriff auf Server sorgt das gleichnamige Programm.

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