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Fritzbox 7490: Das kann die neue Labor-Firmware

06.07.2015 | 15:42 Uhr |

AVM hat für die Fritzbox 7490 eine aktuelle Labor-Firmware veröffentlicht. Sie bringt viele neue Funktionen mit – und sieht absolut anders aus.

Mit der Labor-Firmware 6.35 BETA ändert AVM das Aussehen des Router-Menüs. Die neue Firmware zeigt kräftige Farben und eine andere Schriftart. Sie wirkt insgesamt moderner und sieht auch auf Smartphones und Tablets gut aus. Bisher bekamen Sie auf einem mobilen Gerät die Browser-Ansicht des Menüs zu sehen. Jetzt passt sich die Menü-Oberfläche per Responsive Design an den Bildschirm und die Auflösung des Smartphones oder Tablets an: Alle Funktionen lassen sich nun ohne viel Hin- und Herschieben erreichen.

Laut AVM soll Fritz-OS 6.35 im September oder Oktober als reguläre Firmware erscheinen. Zuvor gibt es nächste Woche noch das offizielle Update auf Version 6.25 für die Fritzbox 7490 und kurz danach für andere Fritzbox-Modelle.

Neue Farben für die Fritzbox: AVM hat das Menü-Design deutlich überarbeitet
Vergrößern Neue Farben für die Fritzbox: AVM hat das Menü-Design deutlich überarbeitet

Die wichtigsten Änderungen

Die Menü-Struktur verändert AVM bei der neuen Labor-Firmware nicht. Sie bringt aber neue Funktionen, vor allem in den Bereichen Heimnetz, WLAN und Telefonie.

Unter Heimnetz -> Heimnetzumgebung finden Sie eine neue Übersicht über alle Geräte im Netzwerk, die mit dem Router verbunden sind. Außerdem können Sie vom Router-Menü aus alle AVM-Geräte im Heimnetz automatisch aktualisieren, also auch Fritz-Repeater oder Fritz-Powerline-Adapter. Allerdings muss auf diesen Geräten mindestens Fritz OS 6.25 laufen.

Bei WLAN -> Funkkanal zeigt Ihnen die Fritzbox 7490 nun übersichtlicher, wie andere Funknetze Ihr WLAN beeinflussen. Welche Funkkanäle besonders überlaufen sind, sehen Sie an der Höhe der grauen Balken, die andere WLANs symbolisieren.

Ein praktisches Analyse-Tool fürs WLAN bietet die Fritzbox mit der neuen Option „Auslastung des aktuell genutzten Funkkanals“. Dort sehen Sie, wie viel andere Funknetzwerke auf dem Kanal übertragen, den die Fritzbox gerade nutzt. Den Zeitraum für die Anzeige können Sie von 1 Minute bis 7 Tage wählen.

Auch auf dem Smartphone lässt sich die neue Fritzbox-Oberfläche besser nutzen
Vergrößern Auch auf dem Smartphone lässt sich die neue Fritzbox-Oberfläche besser nutzen

Bei der Telefonie können Sie Rufnummern jetzt einfacher anlegen und bestehende Festnetz-Rufnummer bequemer für die Internet-Telefonie übernehmen, wenn Sie Kunde bei Telekom oder Vodafone sind. Um eingehende Rufsperren einzurichten, können Sie jetzt komplette Telefonbücher nutzen. Mit der neuen Firmware unterstützt der Router auch IP-Türsprechanlagen.

Bei der Kindersicherung erlaubt die Labor-Firmware, die zugewiesene Onlinezeit über ein Zeit-Ticket zu verlängern. Außerdem verbessert AVM die Funktionen der DECT-Telefone Fritzfon C4 und MT-F. Die DECT-Verbindung können Sie über "Erweiterte Sicherheit" besser sichern. Telefonbücher des Routers können sie jetzt einfacher mit DECT-Telefonen von Gigaset austauschen.

Für eine bessere Übersicht über die angeschlossene Speichermedien, übernimmt die Fritzbox jetzt den Namen, den Sie unter Windows für eine Festplatte oder einen USB-Stick vergeben haben und zeigt ihn unter Heimnetz -> Speicher (NAS) an.

Und noch ein Detail für Fritzbox-Profis: Der Schalter für die erweiterte Ansicht finden Sie jetzt rechts oben im Ausklapp-Menü.

So installieren Sie die Labor-Firmware

Auf der Labor-Webseite von AVM müssen Sie vor dem Download bestätigen, dass Sie die Infos zur Labor-Firmware gelesen haben. Vor allem sollten Sie sich darüber klar sein, dass Sie eine Beta-Version auf Ihren Router aufspielen. In unserem Test lief das aktuelle Fritz-Labor zwar stabil. Trotzdem ist die Installation immer mit einem Absturz-Risiko verbunden. Vor dem Update muss aber auf jeden Fall das aktuelle Fritz-OS auf der Fritzbox laufen – derzeit 6.24 für die Fritzbox 7490. Laden Sie die Labor-Firmware herunter. Sie ist als ZIP-Datei gepackt und 45,4 MB groß. Im Verzeichnis befinden sich die Labor-Firmware sowie ein Wiederherstellungs-Tool, mit dem Sie wieder zur Standard-Firmware zurückkommen.

Im Fritzbox-Menü gehen Sie nun zu Update -> Fritz!OS-Datei. Der Router fordert Sie auf, die aktuellen Firmware-Einstellungen zu sichern. Geben Sie nun den Pfad zur Labor-Firmware an, sie enthält im Dateinamen den Begriff „Labor“. Die aktuelle Labor-Firmware heißt zum Beispiel FRITZ!Box_7490_Labor_113.06.35-30804.image. Mit „Update starten“ wird die Firmware eingespielt. Am Router blinkt die Info-LED. Nach rund drei Minuten lässt sich die Fritzbox wieder über den Browser erreichen und zeigt die neue Menü-Oberfläche.

Mit dem Wiederherstellungs-Tool wechseln Sie von der Labor-Version zur Standard-Software.
Vergrößern Mit dem Wiederherstellungs-Tool wechseln Sie von der Labor-Version zur Standard-Software.
© IDG

So kehren Sie zur Standard-Firmware zurück

Mit dem Wiederherstellungs-Programm kommen Sie wieder zur Standard-Firmware zurück, wenn Sie die Labor-Firmware nicht mehr nutzen wollen. Schließen Sie den Rechner mit dem Wiederherstellungs-Tool per LAN-Kabel an die Fritzbox anNur er sollte mit dem Router verbunden sein: Alle anderen Kabel, auch das für den Online-Zugang sollten Sie abstöpseln. Achten Sie auch darauf, dass Sie diesem Rechner keine feste IP-Adresse manuell zugeteilt haben. Starten Sie das Wiederherstellungs-Programm mit einem Doppelklick und befolgen Sie dessen Anweisungen. Zunächst müssen Sie die Fritzbox vom Stromanschluss trennen, der Router fordert Sie dann wieder zum Anstecken des Stromkabels auf.

Zunächst läuft die Fritzbox nun mit den Werkseinstellungen. Um Ihre Konfiguration zu laden, rufen Sie das Menü auf und gehen Sie zu System, Wiederherstellen, Sicherungsdatei. Dort wählen Sie die Sicherungsdatei aus, die Sie vor dem Update auf die Labor-Version gemacht haben. Anschließend ist Ihre Fritzbox wieder ganz die Alte.

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