933642

Fünf vor 12 für Quark

04.03.2005 | 15:49 Uhr |

Noch hat Quark die größere Basis, aber wenn das Unternehmen weiter so langsam auf Adobes Herausforderungen reagiert, könnte sich das ändern.

Es ist fünf von 12 für Quark. Ein Kommentar.
Vergrößern Es ist fünf von 12 für Quark. Ein Kommentar.
© 2015

Leider hat :Incopy im Test nicht die Workflow-Funktionalität gezeigt, die wir uns nach den engagierten Demonstrationen von seiten Adobes erhofft haben. Um den Texteditor auch in kleinen Redaktionen vernünftig einsetzen zu können, benötigt man ein Plug-in wie beispielsweise Woodwings Smart Connection in der Pro- oder der Enterprise-Fassung. Sonst hat die Koordinatorenschnittstelle noch mehr Handarbeit zu leisten, als bei einem bisherigen "händischen" Workflow. Allein die Tatsache, dass beim Weitergeben eines Layouts in die Textbearbeitung jeder einzelne Textrahmen ein- und dann bei der Rückgabe des Layouts in die Grafik wieder ausgecheckt werden muss, ist ein Unding. Solche Erweiterungen erhöhen jedoch den sonst so unschlagbar günstigen Preis für die Indesign-Incopy-Kombination um fast 40 Prozent. Doch auch angesichts dieser Einschränkungen ist Incopy ein Grund mehr, sich die Produktion mit Adobe-Produkten zu überlegen.

Wer ist DTP-Marktführer

Denn die Schlacht um die Vorherrschaft auf dem DTP-Markt ist in vollem Gange. Wer bis dato noch unter Mac-OS 9 und mit Xpress 4 produziert, stößt immer heftiger an Grenzen. Egal, ob es um die schlechte Trennung, den wenig eleganten Textumbruch oder die schlechte Anbindung an Photoshop geht, plötzlich ist Xpress 4 wirklich veraltet und ein Update auf ein moderneres und leistungsfähigeres Programm dringend nötig. Umso mehr, wenn man bei Kollegen die fehlenden Funktionen in den aktuellen Versionen von Xpress oder Indesign findet. Doch mit der Entscheidung, auf Mac-OS X umzusteigen, stellt sich automatisch die Frage, in welches Layoutprogramm man sinnvollerweise investiert. Adobe hat mit einem unglaublich günstigen Preis für Indesign, ja selbst die komplette Creative Suite und einem außerordentlich aggressiven Marketing dafür gesorgt, dass Adobes installierte Basis in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist.
Doch im Gegensatz zu den vergangenen Jahren hat Quark inzwischen wenigstens gemerkt, dass dringend etwas geschehen muss und reagiert.

0 Kommentare zu diesem Artikel
933642