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Für Intel-Macs und Windows-PCs: Beta-Version von Soundbooth

26.10.2006 | 12:44 Uhr |

Eine Überraschung nach der anderen serviert Adobe den Besuchern der Anwenderkonferenz MAX in Las Vegas aus der unternehmenseigenen Versuchsküche. Gestern Abend stand ein neues Tonbearbeitungsprogramm auf der Menükarte: Mit Soundbooth knüpft Adobe an SoundEdit 16 an, das Macromedia bis 2004 angeboten hat. PowerPC-Anwender kommen nicht in den Genuss der Beta und des endgültigen Produkts.

Adobe Soundbooth
Vergrößern Adobe Soundbooth

Bis Ende Februar ist die öffentliche Beta-Version von Soundbooth zu benutzen - als Systemvoraussetzungen nennt Adobe Windows XP SP2 ab der oberen Pentium-4-Klasse oder einen Intel-Mac - gerne auch mit Mac OS X 10.5. Für PowerPC-Systeme werde man dieses Programm nicht anbieten, schreibt der Hersteller und beruft sich dabei auf den schnell vollzogenen Architekturwechsel von Apple, dieses Schicksal wird auch die endgültige Version treffen. Soundbooth sei ein Audio-Tool "im Geiste von SondEdit 16" verspricht der Hersteller. Ohne große Fachkenntnisse können Anwender Ton bearbeiten, Störungen optisch identifizieren und herausfiltern, Aufsager aufnehmen und veredeln sowie Audio-Effekte und -Filter anwenden. Wie die Musik klingt, die Anwender dem Versprechen nach auch ohne große musikalische Kenntnisse komponieren können, sollten die Beta-Tester selbst ausprobieren, einige Samples halten die Laboratorien bereit. Einige Einschränkungen hat die Beta-Version, insbesondere bei den unterstützten Medienformaten fehlen H.264 und sämtliche MPEG-Formate - aus kostspieligen Lizenzgründen. Mit der Vollversion will der Hersteller das ändern, einen Preis nennt Adobe noch nicht, mit "Mitte 2007" aber einen ungefähren Veröffentlichungszeitpunkt. Die Beta-Version [ 52 MB, Download-Link ] arbeitet bis zum 28. Februar 2007, der Hersteller bitte ausdrücklich um Feedback.

Adobes Manager für Audio-Produkte Hart Shafer erklärt unseren Kollegen von Macworld den Hauptunterschied zu Apples Soundtrack Pro in der Herangehensweise an den Markt: Soundtrack Pro sei für "Audio-Leute gemacht", während sich Soundbooth eher auf dem Profi-Markt für Kreative positioniere. Soundbooth habe man von Grund auf in Hinblick auf Video- und Web-Workflow hin entwickelt. Professionelle Designer in diesem Bereich müssten zwar Audio bearbeiten, bräuchten aber nicht den enormen Umfang einer High-End-Lösung. Bei einigen Werkzeugen habe man sich von anderen Applikationen des Hauses inspirieren lassen, so habe man eine Audio-Reparatur-Funktion entwickelt, die nicht von ungefähr an den Reparaturpinsel in Photoshop erinnert. Soundbooth ist erhältlich für Windows und für Intel-Macs, auf PPC-Systemen läuft das Programm nicht. "Wir haben mit der Entwiclung ungefähr zu der Zeit angefangen, als Apple den Intel-Switch ankündigte, " erklärt Shafer. Nur der verzicht auf eine PPC-Fassung habe ermöglicht, rechtzeitig fertig zu werden. Preis und Verfügbarkeit der finalen Fassung stehen noch nicht fest.

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