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Fusion AOL/Time Warner/EMI auf der Kippe

13.09.2000 | 00:00 Uhr |

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti und der Chef der US-Kartellbehörde Robert Pitofsky treten an diesem Donnerstag bei einer Konferenz in Brüssel auf. Am Rande werde die umstrittene Fusion des US-Mediengiganten Time Warner mit dem weltgrößten Onlinedienst AOL eine wichtige Rolle spielen, verlautete am Mittwoch aus Kommissionskreisen in Brüssel.

Wettbewerbshüter auf beiden Seiten des Atlantiks haben erhebliche Vorbehalte gegen den Zusammenschluss der Superlative. Die EU- Kommission hatte wegen des Internetgeschäfts schwere Bedenken angemeldet.

"Das wird wohl eng", hieß es in Kommissionskreisen zur laufenden EU-Prüfung von AOL/Time Warner. Vorbehalte Brüssels gebe es vor allem bei der "kleinen Fusion" zwischen der Londoner EMI Group und Time Warner zum größten Musikkonzern der Welt, die bei der EU-Kommission separat untersucht wird. Die vertiefte Brüsseler Prüfung von AOL/Time Warner endet am 24. Oktober, die von EMI/Time Warner am 18. Oktober.

Die EU-Kommission veranstaltet in Brüssel eine zweitägige Konferenz anlässlich des zehn-jährigen Jubiläums der EU-Fusionskontrolle. Pitofsky ist seit fünf Jahren Chairman der Federal Trade Commission (FTC) in Washington. dpa/ab

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