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Xerox übernimmt Softwarefirma ACS für 6,4 Milliarden Dollar

28.09.2009 | 20:30 Uhr |

Der Drucker- und Kopiererspezialist Xerox setztwie seine großen Rivalen auf das Service-Geschäft. Xerox will für 6,4Milliarden Dollar die Software-Firma Affiliated Computer Services(ACS) übernehmen und damit zu einem führenden Anbieter von Systemenzur Verwaltung von Dokumenten und Geschäftsprozessen werden, wie dasUnternehmen am Montag mitteilte.

Xerox litt zuletzt unter schwächerenVerkäufen seiner Kopierer und Drucker und niedrigeren Umsätzen beider Betreuung der Kunden. Die Börse nahm das Übernahmeangebotskeptisch auf: Die Aktie verlor im frühen US-Handel gut 17 Prozentauf 7,41 Dollar.

Xerox bietet insgesamt 63,11 Dollar je ACS-Aktie und damit genauein Drittel mehr, als die Aktie am vergangenen Freitag zumBörsenschluss gekostet hatte. Dabei sollen die ACS-Aktionäre je Titel18,60 Dollar in bar sowie 4,935 Xerox-Aktien erhalten. Mit dem Kauf,der bereits im ersten Geschäftsjahr einen positiven Ergebnisbeitragauf bereinigter Basis liefern soll, würde sich der Umsatz der Xerox-Servicesparte auf rund 10 Milliarden Dollar verdreifachen. Die ausdem Zukauf resultierenden Einsparungen in den ersten drei Jahrenbezifferte Xerox auf jährlich 300 bis 400 Millionen Dollar.

Xerox folgt mit dem Übernahmeplan dem Beispiel seiner großenWettbewerber, die mit Service-Angeboten für ein stabiles Geschäftauch in der Wirtschaftskrise sorgten. IBM hatte sich mitPricewaterhouseCoopers ein starkes Dienstleistungs-Standbein erworbenund Hewlett-Packard mit dem Beratungsunternehmen EDS. Erst vergangeneWoche zog Dell nach: Der PC-Hersteller will für rund 3,9 MilliardenDollar den IT-Dienstleister Perot Systems übernehmen.

Xerox übernimmt im Zuge der Akquisition auch ACS-Schulden inHöhe von zwei Milliarden Dollar und begibt Wandelvorzugsaktien über300 Millionen Dollar zugunsten der sogenannten «Class B»-Aktionärevon ACS. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen hätten dem Geschäftbereits zugestimmt, hieß es. Allerdings bedarf die Transaktion,deren Abschluss im ersten Quartal 2010 erwartet wird, nochkartellrechtlicher Genehmigungen.

ACS hatte zuletzt 74 000 Beschäftigte und einen Jahresumsatz von6,5 Milliarden Dollar. Das Unternehmen gehört zu den großen Anbieternim Bereich Geschäftsprozess-Management.(dpa)

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