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Fusion von Kabel Deutschland weiter unklar

08.09.2004 | 10:27 Uhr |

Die Fusionspläne von Kabel Deutschland (KDG) sind weiter in der Schwebe.

Beim Bundeskartellamt liefen Gespräche über die geplanten Übernahmen, sagte eine Sprecherin am Mittwoch in Bonn. Inhaltlich werde sich das Amt dazu nicht äußern. Die «Rheinische Post» berichtete, dass eine Anhörung beim Kartellamt mit Kompromissangeboten von KDG keine Annäherung der Standpunkte gebracht habe.
Die Wettbewerbsbehörde hatte in einer Vorentscheidung die Übernahmen untersagt. Das Amt muss seine endgültige Entscheidung bis zum 7. Oktober treffen. Mit dem Zusammenschluss würde KDG laut Kartellamt seine «heute schon Markt beherrschende Stellung» auf dem Einspeisemarkt für TV-Programme weiter verstärken.
KDG (München) will die Konkurrenten Ish (Nordrhein-Westfalen), Iesy (Hessen) und Kabel Baden-Württemberg für 2,7 Milliarden Euro übernehmen. Damit würde das Unternehmen zum alleinigen Anbieter von Kabelfernsehen in Deutschland mit derzeit mehr als 17 Millionen angeschlossenen Haushalten.

Von KDG-Seite war noch in der vergangenen Woche erklärt worden, man werde den Bedenken des Kartellamts entgegenkommen. Mit Milliardeninvestitionen in das schnelle Internet, das bisher von der Deutschen Telekom dominiert wird, will KDG das endgültige Kartellamts-Veto noch verhindern.

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