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Future Parc - ein Blick in Zukunft

19.03.2007 | 12:10 Uhr |

Jacken mit GPS-Ortung, sprechende Roboter und Software, die eigenständig Bilder sortiert: Je exotischer, desto besser scheint das Motto im Future Parc zu lauten. Unter den 250 Ausstellern, die ihre Visionen und Innovationen für das Leben von morgen präsentieren, gehören Forschungsanstalten genauso wie Hochschulen, Start-Ups und ganz bodenständige Unternehmen.

Hätte es vor 100 Jahren eine CeBIT mit einem Future Parc gegeben, wären dort wahrscheinlich Waschmaschinen und Taschenrechner ausgestellt worden. Vielleicht gehören auch viele Visionen aus dem Future Parc 2007 in wenigen Jahren zum Alltag. Das Deutsche Forschungszentrum für künstliche Intelligenz macht sich beispielsweise Gedanken um die Energieversorgung: Mit neuartigen Steuerungen sollen Roboter in die Lage versetzt werden, selbständig den Meeresboden zu vermessen und in den finsteren Tiefen sogar Rohstoffe abzubauen - ohne Kabelverbindung zu einem Schiff.  

Eine Frau für C-3PO

Linda ist auch ein Roboter. Sie kommt jedoch über Wasser zum Einsatz, und zwar auf dem CeBIT-Stand der Universität des Saarlandes, CLT Sprachtechnologie GmbH. Hier stellt die die Roboterfrau den CeBIT-Besuchern Quiz-Fragen und plaudert so eloquent, dass C-3PO (fast) neidisch werden könnte. Anders als ihr Droidenkollege besteht Linda jedoch aus Legobauteilen und das Sprechen hat sie nicht von Anakin Skywalker, sondern mit der Software Dialog OS gelernt. Wer nach dem Plausch mit Linda Lust hat, selbst beispielsweise Haushaltsgeräte über Sprache zu steuern, findet in der Software der CLT das nötige Handwerkszeug. Über verschiedene Schnittstellen können alle möglichen Geräte an das System Dialog OS angeschlossen und über Spracheingaben gesteuert werden.  

Von beheizbarer Unterwäsche zur GPS-Jacke

Eine intelligente Software hat auch das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT entwickelt: aceMedia sortiert selbständig Fotos. Damit bleibt den Besitzern von Digitalkameras künftig die lästigste aller fotografischen Aufgaben erspart. Neben Robotern und Software wird auch Kleidung immer schlauer. Zwar laufen Schuhe noch nicht von selber und auch Mützen und Schals quatschen einem nicht die Ohren voll. Dafür präsentiert beispielsweise warmX im smartTextile Village der FIS Fashion Innovation Service GmbH die erste beheizbare Unterwäsche der Welt. Versilberte Fasern werden dazu in ein Gestrick integriert. Sie erwärmen sich über einen kleinen Akku direkt auf der Haut. Lodenfrey - sonst eher ein Synonym für bajuwarischen Modeschick in Dunkelgrün - überrascht mit Innovationen wie der ersten GPS-Jacke oder Anoraks mit integriertem Insektenschutz. Mit der Jagdjacke Hunting bleibt der Hersteller aus Garching bei München seinem Image jedoch irgendwie treu: Mit MP3-Player samt textiler Tastatur, Bluetooth-Telefon, Freisprecheinrichtung, eBLOCKER in der Handytasche und Mücken-Abweisungseffekt bietet die Jacke alle Accessoires, die der Waldmann für seine Berufung braucht.  

Von Kopf bis Fuß auf Elektronik eingestellt

Für musikbegeisterte Wintersportler hat Reusch den Made-for-iPod-Handschuh entworfen. So bleibt der MP3-Player beim Schneespaziergang sicher und warm in der Jackentasche, während er über ein flexibles Touchpad auf dem Handschuhrücken bedient werden kann. Das intelligente Lauf-Analyse-System Achillex von Xybermind kümmert sich dagegen um das Wohlbefinden der Füße. Es misst und analysiert die Abrollbewegung des Fußes beim Laufen 400 Mal pro Sekunde und findet so den Schuh, der am besten zum individuellen Gang passt. Warning: Smarty error: unable to read resource: "db:newsarchiv_detail_inc_gallery" in /www/sites/www.macnews.de/public/lib/smarty/Smarty.class.php on line 1102

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