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G5-Cluster knackt 12 TFLOPS-Marke [2. Update]

11.10.2004 | 16:49 Uhr |

Der neue G5-Cluster der Virginia Tech Universität kommt in der Vorab-Version der Top500 mit zusätzlichen 1,77 TeraFLOPS nun auf Platz 5.

Dr. Srinidhi Varadarajan und sein Team sind gerade dabei, den nun auf speziell für Virginia Tech gefertigte und nicht frei erhältliche 2,3 GHz Xserve G5 umgestellten Cluster zu optimieren und auszubauen. Vorgestern erreichte man noch Platz 6 mit 10,9 TeraFLOPS und 2048 CPUs, gestern war es Platz 5 mit 11,77 TeraFLOPS und 2160 CPUs und heute scheint der Cluster komplett zu sein: 12,05 TeraFLOPS mit 2200 CPUs.

Die Vorab-Version der Top500 (Stand: 13.10.04)
Vergrößern Die Vorab-Version der Top500 (Stand: 13.10.04)
© 2015

Nach der aktuellen Vorab-Liste käme der G5-Cluster mit einer realen Leistung von 12.050 GigaFLOPS auf Platz 5 der Liste (Platz 3 und 4 ist derselbe Cluster), aber wie zuvor werden sich kurz vor der Veröffentlichung wahrscheinlich noch viele neue Cluster in die Top500 schieben, ein Platz in den Top 10 kann allerdings wohl als gesichert gelten.

Die Vorab-Version der Top500 (Stand: 14.10.04)
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© 2015

Dank der Takterhöhung und weiteren Optimierungen schafft ein G5 2,3 GHz nun 5,48 GFLOPS reale Leistung, mehr als alle anderen CPUs in der Top 20: Der Itanium-Cluster auf Platz 3 kommt nur auf 4,87 GFLOPS pro CPU, der 1,9 GHz Power4-Cluster auf Platz 14 auf 3,99 GFLOPS/CPU. Die Xeon-Cluster kommen mit 3 GHz-Xeons im besten Fall (Platz 10) mit aufwendigster und teurer Vernetzung auf 4,26 GFLOPS/CPU, während der 2,2 GHz Opteron-Cluster auf Platz 15 nur 3,14 GFLOPS/CPU erreicht. IBMs neuer Spitzenreiter überzeugt nicht durch die Leistung pro CPU (2,19 GFLOPS) sondern durch die schiere Anzahl: 16384 Power440-CPUs mit nur 625 MHz verrichten im Blue Gene ihren Dienst.

Die Effizienz des Virginia-Clusters wurde gesteigert: Nachdem sie beim 2048-CPU-Ergebnis im Vergleich zur Powermac-Version des letzten Jahres mit 2048 CPUs zuerst leicht gesunken war auf 58,0 Prozent des theoretischen Maximalwertes (vorher: 58,4 Prozent) lag sie mit 2160 CPUs bei 59,2 Prozent und ist nun bei 59,5 Prozent. Die GigaFLOPS pro CPU nahmen von 5,34 vorgestern auf gestern 5,45 zu, um nun mit 5,48 ihren wahrscheinlich letzten Stand zu erreichen. In Sachen Effizienz ist IBMs neuer Top500-Spitzenreiter "Blue Gene" erstaunlich gut, ihre konkurrenzlos hohe CPU-Anzahl steht eigentlich im Widerspruch zu ihrer sehr hohen Effizienz von 76,3 Prozent. Normalerweise sinkt die Effizienz mit zunehmender CPU-Anzahl, da durch mehr CPUs zusätzlicher Overhead entsteht. Dies ist das Grundproblem großer Cluster und der Grund, warum sich die Leistung nicht beliebig durch zusätzliche CPUs steigern lässt.

Das jetzige Ergebnis wird wahrscheinlich bis November, wenn die Liste auf der halbjährlichen Supercomputer-Konferenz in Pittsburgh USA finalisiert wird das endgültige sein, es sei denn Virginia hat mehr Xserve G5 gekauft als damals Powermac G5. Mit dem 12-TeraFLOPS-Ergebnis setzt sich der G5-Cluster noch etwas deutlicher vom gerade überholten Blue-Gene-Prototypen (11,68 TeraFLOPS) ab.

Vom COLSA-Cluster mit 1566 Dual-Xserve G5 ist weiterhin nichts zu sehen, ob dieser allerdings einen Top-10-Platz schafft muss weiterhin angesichts der langsamen Vernetzung bezweifelt werden.

Info Vorab-Version der Top500 (laufend aktualisiert)

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