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GPRS mehr als eine Notlösung vor UMTS-Start

25.09.2000 | 00:00 Uhr |

Der neue Mobilfunkstandard General Packet Radio (Service GPRS) zur Übertragung großer Datenmengen ist nach Ansicht von Experten keine Notlösung vor dem UMTS-Start. Firmen, die hier Marktanteile gewinnen, könnten sich für den zukünftigen Kampf um Kunden bei der neuen UMTS-Mobilfunkgeneration positionieren, sagte Rolf Riemenschneider, Sprecher des Verbände-Gemeinschaftsunternehmens VDI/VDE IT, am Montag auf einer Expertenkonferenz in Berlin.

Die Übertragung nach dem GPRS-Standard sei ein Testlauf für das geplante UMTS-Mobilfunknetz. Sollte sich dessen Einführung verzögern oder scheitern, könnten die Gesellschaften mit GPRS Einnahmen erzielen, erklärte Riemenschneider zu Beginn der zweitägigen Konferenz, auf der Telefongesellschaften und Geräteanbieter den Ausbau des Mobilfunknetzes diskutieren.

Der Start von GPRS-Übertragungen ist für Anfang 2001 geplant. Die UMTS-Netze sollen nach der milliardenschweren Versteigerung der Lizenzen nach den Plänen der Mobilfunkfirmen spätestens im Jahre 2003 den Betrieb aufnehmen. In letzter Zeit mehren sich allerdings Stimmen, wonach die Zeit für den Aufbau der UMTS-Infrastruktur zu knapp bemessen sei. dpa/ab

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