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Von Patrick Woods - 21.04.2011, 09:57

GPS-Daten

iPhone speichert Ortungsdaten des Nutzers

Das iPhone steht aktuell in der Kritik, weil es ohne Wissen des Nutzers Bewegungsdaten speichert. Wir zeigen, wie man die Daten vor fremden Blicken schützen kann.
Ein Bericht der Datenschutzexperten Pete Warden und Alasdair Allen, zwei Datenschutzexperten, speichert das iPhone ab iOS 4.0 immer wieder den aktuellen Standort des Nutzers und sichert diese Daten in einem versteckten Protokoll. Dazu haben die beiden ein Programm geschrieben ("iPhone Tracker"), mit dem jeder das vom iPhone gespeicherte Bewegungsprofil selbst auslesen kann.
Dieses Protokoll wird beim Backup des iPhone per iTunes auf den PC oder Mac übertragen. Deshalb sollte man in den iTunes-Optionen das "Backup verschlüsseln". Mit dieser Option sind die Backups auf dem Computer nicht frei lesbar und damit ist auch das Bewegungsprofil weggesperrt. Das Programm "iPhone Tracker" quittiert dies mit einer Fehlermeldung.

Warum speichert das iPhone Geo-Daten?

Es ist nicht eindeutig geklärt, warum und wofür Apple dieses Bewegungsprotokoll anlegt. Bisher gibt es vor allem wilde Spekulationen darüber. Ebenso unklar ist es, ob die Daten an Apple oder Dritte übertragen werden. Dafür gibt es aktuell keinerlei Anhaltspunkte. Derzeit gilt es als möglich, dass das iPhone die Bewegung des Nutzers unter anderem für iAds, Apples Werbeform, speichert. Denn iAds unterstützt ortsbezogene Werbung – sofern der Nutzer sich nicht davon abgemeldet hat.
Dazu könnte die Geo-Datenbank auch schlicht die Grundlage für die "Local Notifications" sein. Dies sind Benachrichtigungen, die sich nicht nach Zeit oder Terminen richten, sondern den Nutzer an etwas erinnern, wenn er einen bestimmten Bereich betritt. Die App Georeme ist ein Beispiel für eine solche App. Mit iOS 4 hat Apple außerdem die Ortung im Hintergrund (Multitasking) eingeführt. Dazu benötigen die Apps eine zentrale Anwendung, wo sie die Daten abgreifen können. Ein weiterer Grund könnte das Sammeln von WLAN-Standorten sein. iPod Touch und andere Geräte können WLAN-Netze in der Umgebung nutzen, um in einer Datenbank nachzusehen, wo sich diese Netze befinden. Dafür nutzt Apple inzwischen eine eigene Datenbank, deren Daten man über die Nutzer sammelt. Spiegel Online hat diese Funktion ausführlich beschrieben.
Laut dem Sicherheitsexperten Alex Levinson gebe es keinen Grund zur Panik. Apps benötigten grundsätzlich das Einverständnis des Nutzers, wenn sie auf die Ortungs-Schnittstelle zugreifen wollen. Zudem beharrt Levinson daruf, dass Apple nicht auf diese Daten zugreift – bis jemand konkrete Beweise dafür erbringt.
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