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PC-Spiel mit therapeutischem Effekt

04.06.2008 | 09:55 Uhr

Die an der Universität Zürich entwickelte ‚Schatzsuche’ ist weltweit das erste verhaltenstherapeutische Computerspiel für Kinder. Sie wird Fachleuten für die Therapie von 9-13-jährigen Kindern gratis zur Verfügung gestellt.

„Wir wollen damit Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in ihrer Arbeit mit 9-13-jährigen Kindern unterstützen“, sagt Veronika Brezinka von der Uni Zürich . Die Psychologin hat das Computerspiel entwickelt . Es eignet sich für die verhaltenstherapeutische Behandlung von ängstlichen, depressiven und aggressiven Kindern.

Foto: Uni Zürich
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„Schatzsuche ist jedoch kein Selbsthilfe-Spiel und ersetzt die Arbeit eines Psychotherapeuten nicht“, stellt Brezinka klar. Psychotherapeutische Computerspiele ohne begleitende Psychotherapie können keine kindlichen Störungen beheben. Deshalb wird das Spiel nur an Fachleute abgegeben, die sich als solche legitimieren müssen.

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Die Universität Zürich bietet das therapeutische Computerspiel gratis an, um diese innovative Form der Unterstützung einer Psychotherapie rasch zu verbreiten. Sie hofft, mit Spenden die Website und die Weiterentwicklung finanzieren zu können.

Das Spiel selbst findet auf einem alten Segelschiff statt. Das Kind hilft dem Kapitän, eine Schatzkarte zu entziffern. Dazu muss es verschiedene Aufgaben im Schiff lösen. Sind jeweils alle Aufgaben einer thematischen Gruppe gelöst, gewinnt das Kind einen Seestern, den es in die Schatzkarte einsetzen kann. Dadurch wird diese lesbar und Kind und Kapitän erhalten weitere Anhaltspunkte, wo sie nach dem Schatz suchen müssen. Hat das Kind alle Aufgaben gelöst, respektive den Schatz gefunden, erhält es eine vom Therapeuten unterzeichnete Urkunde.

Die Psychologin Veronika Brezinka erwartet, dass Kinder in der Therapie motivierter sind, wenn sie die Aufgaben in einem Computerspiel lösen können. Zudem kann die „Schatzsuche“ den Therapeuten helfen, die Therapiesitzung zu planen und zu strukturieren. (dsc)

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