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Whitman: Compaq war die beste HP-Übernahme

26.10.2012 | 10:27 Uhr |

In einem Kreuzverhör auf der Gartner-Veranstaltung musste HP-Chefin Meg Whitman kurz und knapp Stellung beziehen: Sie hält 3Com und 3Par für die besten HP-Akquisitionen.

Auf der Gartner-Veranstaltung "Symposium/ITxpo 2012" vom 21. bis zum 25. Oktober in Orlando, Florida, hat sich Hewlett-Packards (HPs) oberste Chefin Meg Whitman dem Kreuzverhör von zwei Gartner-Analysten gestellt. In der so genannten "Lightning Round" wurden Whitman vier kurze Fragen gestellt, zu deren Beantwortung sie jeweils 30 Sekunden Zeit hatte.

Gartner: Welcher neue, unkonventionelle Wettbewerber beschert Ihnen schlaflose Nächte?

Whitman: Es gibt eine ganze Reihe neuer Wettbewerber. Ich denke vor fünf Jahren konnte HP nicht damit rechnen, dass Google und Facebook zu Konkurrenten werden. Es gibt einige neue, konkurrierende Marken, die durch die Art und Weise entstanden sind, wie Menschen heute in unserem Umfeld konsumieren und Neues schaffen. Wir müssen heute über das noch vor zehn Jahren übliche Wettbewerbsumfeld hinausblicken.

Gartner: Was war die beste HP-Akquisition?

Whitman: Wir haben nichts gekauft, seit ich bei HP bin. Wenn ich die vergangenen zehn Jahr betrachte, würde ich sagen: die Compaq-Übernahme sowie 3Com und 3Par, und ich würde ArcSight, Tipping Point und Fortify noch dazu zählen.

Gartner: Was war die schlechteste Akquisition?

Whitman: Lassen Sie es mich so sagen: In der HP-Geschichte gab es einige Übernahmen, die Herausforderungen bereithalten, und wir arbeiten daran, sie zu bewältigen.

Gartner: Was sind die größten Risiken, denen sich HP gerade gegenüber sieht?

Whitman: Ich würde sagen, dass wir uns in einer Phase befinden, in der wir das Unternehmen für die kommenden 75 Jahre neu erfinden. Wir stellen das Unternehmen heute so auf, dass es künftig auf der Seite der Gewinner steht. Das erfordert mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung als in der Vergangenheit. Es bedarf einer anderen Herangehensweise, in der Art und Weise, wie die einzelnen Bereiche miteinander zusammenarbeiten. Es erfordert bessere und tiefere Fähigkeiten zur Markterschließung und einen stärkeren Verkauf von Lösungen als bislang.

Wir verändern das Unternehmen gerade in sehr vielen Bereichen. Ich bin überzeugt, dass wir das tun müssen, weil sich unser Umfeld ändert. Das ist riskant, doch die Frage lautet: Was ist gefährlicher? So zu bleiben, wie wir sind, oder sich zu ändern? Ich denke, es ist riskanter, den bisherigen Weg unverändert weiterzuverfolgen und nichts zu tun.

Nichts zu tun, kann auch eine Strategie sein. Ich arbeite seit vielen Jahren in der Technologiebranche und ich weiß: Das ist eine schlechte Strategie.

Quelle: Computerwoche

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