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Gassée: Apple soll mehr wie Microsoft werden

19.03.2013 | 09:27 Uhr |

Apples ehemaliger Präsident Jean-Louis Gassée hat seinem ehemaligen Arbeitgeber dazu geraten, zumindest in einem Aspekt so zu werden wie Microsoft: In der Öffentlichkeitsarbeit.

Anlass für den Vorschlag sind die Reaktionen auf Phil Schillers gereizte Aussage n zu Samsungs Galaxy S4 am Vorabend dessen Vorstellung. Schiller hatte nicht nur eine falsch Prognose zur verwendeten Android-Version abgegeben, sondern insgesamt defensiv geklungen, kritisierte die Blogospähre. Das soll Apple nicht mehr passieren, dass es seine Oberhoheit über das transportierte Bild verliert und anderen die Geschichte der Firma definieren lässt, meint nun Gassée. Apple soll für seine Außendarstellung eine Presseagentur anheuern, wie das damals Microsoft mit Waggener Edstrom gemacht habe. Die "Medien-Meuchler" sollten Konkurrenten attackieren, deren Schwächen offen legen und "Apples Leistungen herausposaunen".

Auch John Gruber sieht ein Problem in der derzeit erzählten Apple-Story. In dieser heiße es immer nur, das "mächtige Apple sei gefallen" - die Geschichte sei so einfach zu erzählen, weil sie viele Leute als wahr ansehen wollten. "Der König ist tot, lang lebe der König" werde vor allem deshalb erzählt, weil die Leute vom langjährigen König gelangweilt seien und nach einer neuen Krönungsstory gierten, zitiert Gassée in seinem Beitrag Gruber.

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