984643

Gates: Kreativer Kapitalismus kann Armen der Welt helfen

25.01.2008 | 07:16 Uhr |

Microsoft-Gründer Bill Gates hat die Unternehmen zur Entwicklung eines «kreativen Kapitalismus» zum Nutzen der Armen in der Welt aufgerufen.

Gates, der als reichster Mann der Welt gilt, sagte am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos, die Unternehmer könnten so nicht nur Geld verdienen, sondern auch mit Anerkennung für den Kampf zur Beseitigung der Armut belohnt werden. «Die Welt wird besser, aber es geht nicht rasch genug und sie wird nicht für alle besser.» Gates unterhält mit seiner Frau Melinda eine milliardenschwere Stiftung für Kranke und Bedürftige. «Die es am nötigsten hätten, bekommen am wenigsten», sagte er. Somit müssten für sie die Marktkräfte, die Triebfeder des Kapitalismus, genutzt werden. Gates kritisierte, dass die gewaltigen Fortschritte in Technik, Software, Medizin und Bildung zumeist nur den Reichen zu Gute kämen und die Armen das Nachsehen hätten. Spenden reichten nicht aus, gefragt seien Ideen. «Wir können die Welt verbessern, indem wir das innovative Element einbringen», sagte Gates in Davos, wo sich bis Sonntag rund 2500 Spitzenvertreter aus Wirtschaft und Politik versammelt haben. Derzeit gingen die Armen leer aus, wenn es um die Vorzüge der globalen Wirtschaft gehe. Deswegen müssten Mittel und Wege gefunden werden, «damit der Kapitalismus auch den Ärmeren zu Gute kommt», sagte Gates, der sich selbst als «ungeduldigen Optimisten» bezeichnet. (dpa)

0 Kommentare zu diesem Artikel
984643