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Gates hält Blu-Ray für kundenfeindlich

21.10.2005 | 12:28 Uhr

Zu strenger Kopierschutz machten das Format Blu-Ray für Kunden unattraktiv, kritisiert Bill Gates. HD-DVD sei flexibler.

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In einem Interview mit The Daily Princetonian kritisierte Bill Gates, Gründer und Chefentwickler von Microsoft, das Blu-Ray-Format als kundenunfreundlich und wenig flexibel. Bei der Entwicklung habe man nur die restriktiven Wünsche der Filmbranche berücksichtigt, mit dem Ergebnis, dass das Format auf Computern nicht ordentlich funktionieren soll. Darum setzt Gates auf die wesentlich offenere HD-DVD.

Sowohl das HD-DVD- als auch das Blu-Ray-Format arbeitet mit einem kurzwelligen Laser, der es erlaubt, wesentlich mehr Daten auf einer Disk unterzubringen als dies beispielsweise bei der CD oder DVD der Fall ist. Darum soll es nun auch möglich sein, komplette Kinofilme in hoch auflösendem Format auf eine Scheibe zu bringen.

Letzten Endes betrachtet Gates die Diskussion um die Formate HD-DVD und Blu-Ray aber für wenig relevant. Er geht davon aus, dass es sehr bald überhaupt keine physischen Datenträgerformate mehr geben und der Transport multimedialer Inhalte früher oder später nur mehr über das Internet ablaufen wird.

Aufgrund der Tatsache, dass es außerhalb der USA mit Breitband-Internetanschlüssen für derartige hohe Datendurchsätze aber immer noch sehr mager aussieht, lässt sich diese Aussage nicht wirklich nachvollziehen. Daneben ist zu erwarten, dass die Revolution des hoch auflösenden Fernsehens gerade erst begonnen hat und sich die Datenmengen in Zukunft noch um ein Vielfaches erhöhen werden, was ein Streaming über das Internet in großem Umfang sehr unwahrscheinlich erscheinen lässt.

Erst kürzlich hatte auch Intel den Kopierschutz der Blu-Ray-Disks kritisiert und HD-DVD den Vorzug gegeben.

Info: Golem

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