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Gates schlägt Trust Center gegen Spam vor

23.05.2003 | 12:32 Uhr |

Microsoft und Symantec haben dem Komitee des US-Senats, das sich unter Vorsitz des Republikaners John McCain mit Maßnahmen gegen unerwünschte Werbemails beschäftigt, zwei unterschiedliche Herangehensweisen vorgeschlagen.

Während Symantec-CEO John Thompson laut IDG News Service auf eine Verschärfung der Gesetze und eine personelle wie finanzielle Aufstockung der Verfolgungsbehörden setzt, schlägt Microsoft-Gründer in seinem Schreiben die Errichtung einer unabhängigen Schiedsstelle ein, die Werbemails zertifiziert und derart die Spamflut einzudämmen helfen soll. Statt komplizierte Gesetze aufzusetzen und ihre Verfolgung voranzutreiben, sollten die Behörden eher darauf setzen, E-Mail-Marketing zu kanalisieren. Ein Trust Center könnte etwa auf diese Weise Werbern, die sich an Gesetze und Nettiquette halten, ein Siegel verleihen und als Anlaufstelle für Kundenbeschwerden dienen. Filter und andere technische Ansätze würden laut Gates nie weit genug gehen können.

Einen komplett anderen Ansatz hat der demokratische Senator Mark Dayton aus Minnesota dem Gremium vorgestellt. Demnach könnte eine geringfügige Steuer pro versandter E-Mail die Flut stoppen. Privatanwender würden die geringen Gebühren kaum schmerzen, Spammer müssten jedoch große Geldbeträge für ihre Massenversendungen investieren.

 

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