1039228

Nvidia bringt neue Grafikkarten für Laptops

06.09.2010 | 12:50 Uhr |

Nach Geschäftsquartal mit Rekordverlusten durch defekte Chips in 2008 will Nvidia nun seine Marktposition ausbauen und sich mit einer neuen Serie von GPUs für Parallel-Bearbeitung gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Nvidias kleine Revolution
Vergrößern Nvidias kleine Revolution

Neben bis zu 40 Prozent schnelleren Webbrowsern verspricht Nvidia vor allem eine verbesserte Unterstützung von 3D-Wiedergabe in Spielen und Blu-ray Videos.

Der Grafikkarten-Spezialist Nvidia hat am letzten Freitag gleich sieben neue Grafikkarten der Geforce 400M-Serie für Laptops angekündigt, die dank Parallel-Berechnungen das Rendern von 3D-Bldern und Webbrowsern beschleunigen werden. Laut Ken Brown, dem Pressesprecher von Nvidia, sollen die neuen Grafikkarten um 40 Prozent schneller als die der Vorgängerserie 300M sein.

Um diesen Geschwindigkeits-Vorteil durch diese Parallel-Bearbeitung zu erreichen müssen Entwickler ihre Software entsprechend codieren. In einigen Webbrowsern, wie Internet Explorer von Microsoft, Firefox von Mozilla oder Chrome von Google, ist bereits vorgesehen, dass arbeitsintensive Aufgaben wie das Rendern von HTML-5 oder Flash statt an die CPU direkt an den Grafikprozessor (GPU) gesendet und schneller abgewickelt werden. Der Analyst Dean McCarron on Mercury Research bestätigt, dass in Laptops mit den aktuellen Intel-Core-Prozessoren bereits ein eigener Grafikprozessor in den CPU-Chip integriert ist, aber eigenständige GPUs deutlich effektiver arbeiten, da diese zur Programmanbindung schnellere und breitere Pipelines bieten. Der neue Trend in nun der vermehrte Einsatz von getrennten Grafikprozessoren, da die Anwender auch auf dem Laptop immer mehr rechenintensive Multimedia Programme nutzen. "Mit den neuen Grafikkarten will Nvidia seine Marktstellung verstärken und vor allem mit dem Konkurrenten Advanced Micro Devices mithalten, die bereits Radeon HD Laptop-Grafikkarten anbieten", schätzt McCarron hinzu.

Der Nachteil von eigenständigen Grafikprozessoren ist - insbesondere in Laptops - der höhere Energieverbrauch. Die Grafikkarten von Nvidia setzen dafür die Optimus -Technologie ein, die aufwendige Grafik-Berechnungen zwischen CPU und GPU automatisch umschalten kann und den Grafikprozessor entsprechend nur im Bedarfsfall einsetzt, um die Laptop-Batterie zu schonen. Nvidia lehnte es jedoch ab, die genauen Verbrauchswerte der neuen Grafikkarten zu veröffentlichen.

Der Grafikchip-Hersteller Nvidia verzeichnete im zweiten Geschäftsquartal 2010 Rekordverluste , da in 2008 durch Materialfehler bei hohen Temperaturen die Chips im Laptop ausfielen und diese defekten Chips austauschen musste. Für die neue Grafikkarten-Serie setzt Nvidia nun auf ein anderes Substrat, um Problemen durch Hitzeentwicklung vorzubeugen, beteuert Brown. Neben der verbesserten Leistung von Webbrowsern verspricht Brown eine bessere Leistung in Spielen und die Unterstützung von Blu-ray 3D-Videos auf Laptops.

De neuen Modelle Geforce GT 415M, GT 420M, GT 425M, GT 435M, GT 445M, und die schnelleren Grafikkarten GTX 460M und GTX 470M werden nur an Computer-Hersteller, wie unter anderem Acer, Asus, Dell, Lenovo, Samsung und Toshiba, geliefert und können nicht von direkt von Endverbrauchern gekauft werden. Nvidia hat weder Preise genannt noch angekündigt, wann die ersten Laptops mit den neuen Karten im Handel erhältlich sind.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1039228