Gegenklage
Nvidia kontert juristisch gegen Intel
Nvidia erhebt Vorwürfe gegen Intel und reagiert mit einer Gegenklage gegen den Hersteller. In dem Fall geht es um eine Absprache zwischen den Unternehmen, die auch Nvidia-Chipsätze in Macs betrifft.
Der Grafikchip-Spezialist Nvidia hat im Streit mit dem Halbleiter-Riesen Intel um gegenseitige Lizenzabkommen mit einer Gegenklage reagiert. Nvidia beschuldigt Intel darin, gegen bestehende Verträge zu verstoßen. Vorausgegangen war eine Klage von Intel, die der weltgrößte Chiphersteller vor rund vier Wochen an dem selben Gericht in Delaware eingereicht hatte. Intel hatte dabei behauptet, dass die vor vier Jahren geschlossenen
Lizenzvereinbarungen nicht mehr für Intels neue Generation der Nehalem-Prozessoren gelten würden. Von der zuvor von Intel eingereichten Klage sind Chipsätze von Nvidia betroffen, die in Intels Microprozessoren integriert sind. In seinen Prozessoren der neuen Generation hat Intel einen eigenen Controller für den Zugriff auf den Speicher integriert, der mit den Produkten von Nvidia konkurriert. Nach Auffassung von Intel gelten deshalb die abgeschlossenen Verträge nicht mehr für die neue Chip-Generation.
Nvidia droht nun damit, Intel die Nutzungsrechte an den Grafik-Patenten des Unternehmens aufzukündigen. Nvidia habe über ein Jahr lang versucht, die Meinungsverschiedenheit mit Intel vernünftig auszuräumen, hieß es. "Nvidia hat diese gerichtliche Auseinandersetzung nicht initiiert", sagte Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang. "Aber wir müssen uns und die vereinbarten Rechte verteidigen,die Intel Zugang zu unseren wertvollen Patenten ermöglichen."
Sollte Intel Nvidia verbieten, weiter Chipsätze zu bauen, würde dies auch Apple betreffen. Die aktuellen Macs basieren auf Nvidia-Chipsätzen. Könnte Nvidia seine Produkte nicht wie bisher fortführen, müsste Apple die Planung für die Zukunft deutlich umstellen.
Info: Stellungnahme von Nvidia (PDF)





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