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Geklauter Quellcode? Netsys verklagt Parallels

30.08.2007 | 13:56 Uhr |

Die Firma Netsys hat den deutschen Distributor der Virtualisierungslösung Parallels Desktop verklagt. Parallels soll Quellcode der Lösung im Auftrag von Netsys enwickelt haben, dann aber den Vertrag gekündigt und eigene Produkte auf den Markt gebracht haben.

Das Dresdner Unternehmen Netsys hat eine Klage gegen den Distributor Avanquest in Berlin eingereicht. Nach Informationen von Golem.de hatte Netsys Programmierarbeiten im Wert von insgesamt knapp 210.000 Euro bei Parallels in Auftrag gegeben, entsprechende Verträge sollen in den Jahren 2002 bis 2004 geschlossen worden sein. 2004 habe Parallels jedoch die Zusammenarbeit mit Netsys gekündigt.

Das Dresdner Unternehmen hatte bereits einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt, als Parallels und Avanquest im Herbst 2006 ihre Zusammenarbeit bekannt gegeben hatten. Das Gericht lehnte den Antrag ab, entschied jedoch, dass auf den Fall das deutsche Urheberrecht anzuwenden sei.

Im Hauptverfahren wollen die Gesellschafter von Netsys beweisen, dass Parallels Dektop identische Programmroutinen beinhaltet, die Parallels in ihrem Auftrag erstellt habe. Avanquest hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Parallels hatte mitgeteilt, die Klage sei haltlos.

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