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Geophoto sortiert Fotos nach ihrem Ursprungsort

13.03.2007 | 10:03 Uhr |

Eine Demo von Geophoto lief bereits auf der Macworld Expo, jetzt bringt Hersteller Ovolab die Software auf den Markt: Die auf Ortsangaben basierende Fotoverwaltung richtet sich sowohl an Weltenbummler, die bereits in etlichen Ländern Fotos geschossen haben, als auch an alle, die von großen Reisen träumen.

Geophoto sortiert Bilder aus iPhoto, aus Photocasts und dem Internet-Dienst Flickr nach dem Ort, an dem sie aufgenommen wurden - vorausgesetzt, die Fotos enthalten die Koordinaten in ihren Tags. Die Benutzeroberfläche erinnert etwas an iPhoto und lässt sich schnell verstehen: Das Hauptfenster zeigt einen Erdball, auf dem abonnierte oder gespeicherte Bilder in Miniaturansicht am Aufnahmeort kleben. Der Globus lässt sich drehen und wenden, anstoßen und anhalten sowie mit einem Klick wieder ausrichten. Besonders nah ran kommt man allerdings nicht: Mittelmeer und Atlantik sind rechts und links der Pyrenäen auf einem 19-Zoll-Bildschirm auch dann noch im Hauptfenster zu sehen, wenn man den größten Maßstab wählt. Dafür lässt sich die Software allerdings auch dann bedienen, wenn gerade kein Internetanschluss vorhanden ist - Kartenmaterial nachladen muss sie nämlich nicht. Bilder von der Festplatte und aus dem Internet lassen sich schließlich nicht nur auf dem virtuellen Erdball anzeigen, sondern auch mit einer eingebauten Präsentations-Funktion ansehen und gegebenenfalls direkt im Internet öffnen. Ein Inspektor-Fenster zeigt zusätzlich zu den Koordinaten auch Infos zur verwendeten Kamera und deren Einstellungen beim Knipsen an. Sofern dafür freigegeben, lassen sich Fotos aus dem Internet sogar lokal abspeichern. Die Software ist als Download 106 Megabyte groß, spricht bislang noch kein Deutsch und kostet 49,95 US-Dollar. Während man mit Google Earth ebenfalls Photos am Aufnahmeort anzeigen kann, ist Geophoto leichter zu bedienen. Die zu Grunde liegende Idee leidet allerdings unter der geringen Auflösung des Kartenmaterials. Ob der eingeschränkte Funktionsumfang den recht hohen Preis rechtfertigt, werden letztendlich die Anwender entscheiden müssen. Vielleicht reagiert eines Tages ja Apple und stellt ähnliche Funktionen in iPhoto zur Verfügung. Wahre Interessenten dürften bereits heute einen triftigen Grund finden, die Software so schnell wie nur möglich zu kaufen: Die eingeschränkte und kostenlose Demoversion ist nämlich nur schwer zu ertragen. Sie braucht beim ersten Start sehr lange, um Fotos herunter zu laden, die sie später auf Grund ihrer Beschränkung auf Fotos nicht anzeigen kann. Sie kann Bilder weder speichern noch eigene Fotos mit Ortsangaben aufnehmen. Und zuletzt macht sie auf diesen Demo-Zustand auch noch regelmäßig mit Erinnerungsfenstern aufmerksam.

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