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Gericht: Quam wurde UMTS-Lizenz zurecht entzogen

27.04.2007 | 10:52 Uhr |

Die Klage des ehemaligen Netzbetreibers Quam wegen des Entzuges der UMTS-Lizenz im Frühjahr 2004 wurde vom Verwaltungsgericht Köln abgelehnt. Im Sommer 2000 hatte das Unternehmen für 16,4 Milliarden D-Mark die Rechte erworben, konnte die Auflagen jedoch nicht erfüllen und verlor daraufhin die 3G-Lizenz.

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Die unendliche Geschichte um den ehemaligen Mobilfunkanbieter Quam erhält ein weiteres Kapitel. Und eines vorweg: auch dieses endet für das Unternehmen ohne Happy End. So hat das Verwaltungsgericht Köln eine Klage von Quam abgewiesen, laut welcher der Entzug der UMTS-Lizenz im Frühjahr 2004 durch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) - die heutige Bundesnetzagentur - ungültig sei. Der Anbieter hatte im Sommer 2000 für damals 16,4 Milliarden D-Mark eine Lizenz für die 3. Mobilfunk-Generation erworben. Allerdings konnte das Unternehmen die Auflage, bis Ende 2003 mindestens 25 Prozent der deutschen Bevölkerung zu erreichen, nicht erfüllen, weshalb ihm die Rechte aberkannt wurden. Der nächstmögliche juristische Schritt ist jetzt der Weg vor das Oberverwaltungsgericht in Münster.

Quam war ursprünglich ein Gemeinschaftsunternehmen der spanischen Telefónica Móviles und des finnischen Anbieters Sonera, die Verteilung lag bei 57,2 zu 42,8 Prozent. Im Juli 2002 kommt das offizielle Aus für das Unternehmen, nachdem man einen Monat zuvor nur 200.000 Kunden zählte und den Betrieb am 15. November nach eigenen Angaben mit rund 300.000 Nutzern einstellte. Die Telefónica ist mittlerweile wieder auf dem deutschen Markt vertreten, mit der Übernahme des britischen Anbieters o2 Ende 2005 fasste sie auch hierzulande wieder Fuß.

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