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Frankreich: iPhone darf nicht mehr exklusiv verkauft werden

05.02.2009 | 10:06 Uhr |

Ein französisches Gericht hat den Exklusivvertrag zwischen Apple und Orange für ungültig erklärt. Auch andere Anbieter sollen das iPhone verkaufen dürfen. Die Exklusivregelung behindere den Wettbewerb und schade den Verbrauchern, so das Gericht.

Nach einem Urteil eines Berufungsgerichtes in Paris darf Mobilfunkanbieter Orange das iPhone in Zukunft nicht mehr exklusiv vertreiben. Bereits im Dezember hatte die Wettbewerbsaufsicht beschlossen, dass das Exklusivmodell unzulässig sei, dies wurde jetzt vom Gericht bestätigt. Frankreich hat besonders strenge Verbraucherschutzgesetze. Deshalb musste Orange das iPhone von Beginn an auch ohne Vertrag anbieten. Geklagt hatte der kleine Mobilfunkanbieter Bouygues Telecom, weitere Unternehmen schlossen sich der Klage an.

Orange, Apples Vertriebspartner in Frankreich , ist eine Tochter der France Telecom. Die France Telecom hat angekündigt, bis vor die höchste französische Instanz zu ziehen, um das Urteil anzufechten. In Deutschland ist T-Mobile der exklusive Anbieter des iPhones. Im November 2007 hatte Vodafone mit einer Einstweiligen Verfügung erwirkt, dass T-Mobile das iPhone für einen kurzen Zeitraum auch ohne Vertrag anbieten musste. Das Landgericht Hamburg hatte wenig später geurteilt, dass der Exklusivvertrag zwischen Apple und T-Mobile rechtmäßig sei und nicht gegen das Wettbewerbsrecht verstoße.

Info: heise.de

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