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Gericht stoppt Fusion von T-Online und Telekom

29.11.2005 | 10:00 Uhr |

Der Internetanbieter T-Online darf vorerst nicht in seinen Mutterkonzern Deutsche Telekom eingegliedert werden.

Das Landgericht Darmstadt wies am Dienstag einen Antrag von T-Online ab, die vergangenen April beschlossene Fusion beider Unternehmen sofort wirksam werden zu lassen. Wegen zahlreicher Anfechtungsklagen von Kleinaktionären liegt der Verschmelzungsbeschluss der Hauptversammlung auf Eis.

Die Aktionärsversammlung von T-Online, in der die Telekom den größten Teil der Stimmen hält, hatte das Vorhaben mit 99-prozentiger Mehrheit gebilligt. Die Unternehmen wollen durch die Fusion schlagkräftiger auf dem stark wachsenden Markt für schnelle Internetanschlüsse agieren. Nach ihrer Einschätzung kann es noch vier bis fünf Jahre dauern, bis über die Klagen der Kleinaktionäre rechtskräftig entschieden ist. Bis dahin seien die Marktanteile vergeben, argumentieren die Unternehmen.

Die Kleinaktionäre halten dagegen, T-Online habe auch als eigenständiges Unternehmen gute Entwicklungschancen. Sie befürchten, beim geplanten Umtausch ihrer T-Online- in Telekom-Aktien einen Großteil des ursprünglichen Kaufpreises ihrer Papiere einzubüßen.

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