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Gericht verbietet Uber vorerst in Deutschland

02.09.2014 | 10:35 Uhr |

Keine Lizenz, um Personen zu befördern? Dann darf das Unternehmen auch keine Fahrten vermitteln, so das Landgericht Frankfurt.

Mit einer Einstweiligen Verfügung hat das Landgericht Frankfurt der Taxi-Alternative Uber den Betrieb in Deutschland bis auf Weiteres untersagt. Verstößt das Unternehmen dagegen, drohen 250.000 Euro Strafe - pro Fahrt. Laut Gericht verstoße das Unternehmen gegen das Personenbeförderungsgesetz. Es fehle eine Genehmigung, um Personen zu befördern. Obwohl Uber Fahrer und Fahrgäste einander nur vermittelt, sei das Unternehmen "Teilnehmer an dem vom Fahrer begangenen Verstoß".

Von Taxifahrern wird Uber stark kritisiert, seit das Unternehmen in Deutschland aktiv ist. Die Fahrer haben keine Taxilizenz, sondern werden von Uber ausgesucht. Die App des Unternehmens vermittelt die Fahrten, Uber erhält von den Fahrern eine Provision. Schon zuvor hatte es Kritik an dem Anbieter gegeben, weil Fragen wie Versicherung nicht eindeutig geklärt sind. Taxifahrer in ganz Europa haben gegen die neue App-Konkurrenz protestiert. Uber will gegen die Einstweilige Verfügung vorgehen, sagte das Unternehmen der FAZ.

In den USA ist Uber schon seit mehreren Jahren sehr erfolgreich, aber auch dort ist der Fahrdienst in einigen Städten nicht zugelassen. Es gibt zwei unterschiedliche Uber-Dienste: Uber Black ist ein Limousinenservice, Uber Pop vermittelt private Fahrer and Fahrgäste.

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