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Gericht weist Klage gegen Apple ab

09.11.2015 | 10:27 Uhr |

Bringen Angestellte des Apple Store eine Tasche mit zur Arbeit, müssen sie nach Feierabend Kontrollen über sich ergehen lassen.

Das Bezirksgericht von Nordkalifornien hat eine von zwei Angestellten eines kalifornischen Apple Stores eingereichte Sammelklage gegen Apple abgewiesen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters . Die Kläger hatten sich juristisch gegen die Praxis ihres Arbeitgebers gewehrt, nach Dienstschluss oder auf dem Weg in die Mittagspause die Taschen der Apple-Store-Mitarbeiter zu kontrollieren, ob diese darin nicht gestohlene Ware nach draußen schmuggelten. Diese Praxis sei "peinlich und erniedrigend", wie die Kläger auch dem Apple-CE TIm Cook in einem Brief geschrieben haben. Vor allem geht es in der Klage aber um die zusätzliche Zeit, die Angestellte in der Warteschlange vor dem Ausgang verbringen, diese solle als Arbeitszeit anerkannt und entsprechend entlohnt werden. Der Klage hätten sich bis zu 12.000 Mitarbeiter anschließen können, wenn das Gericht sie nicht abgewiesen hätte. Das Gericht entschied, dass es den Mitarbeitern der Stores frei stünde, keine Tasche zur Arbeit mitzubringen um so teils zeitaufwendige Kontrollen zu vermeiden. Es bestünde kein Zwang, mit einer Tasche in die Arbeit zu kommen, begründet Richter William Alsup seine Entscheidung. Der Anwalt der Kläger erwägt, in Berufung zu gehen.

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