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Geringe Backup-Kapazitäten führen zu Datenverlust bei der Bundeswehr

26.06.2007 | 09:54 Uhr |

Eine Panne bei der Bundeswehr verdeutlicht, wie wichtig es ist (mehrere) Backups von wichtigen Daten zu machen.

Durch eine Anfrage des Verteidigungsausschusses des Bundestages nach Daten aus dem Jahr 2002 kam heraus, dass diese beim Militär nicht mehr vorliegen . Der Grund, so das Verteidigungsministerium: Aufgrund der begrenzten Speicherkapazitäten eines Datenroboters habe die Bundeswehr von Geheimdienstinformationen zu Auslandseinsätzen aus den Jahren 1999 bis 2003 nur eine Kopie angefertigt. Der Roboter erlitt einen technischen Defekt, der die Bandkassetten beschädigt habe. Der entsprechende Teil der Kassetten sei nicht mehr lesbar gewesen, so dass das Ministerium sie nach den "Vorschriften zum Umgang mit Verschlusssachen" 2005 vernichten musste. Die Informationen, die der Ausschuss zum KSK-Einsatz in Afghanistan bezüglich des Umgangs mit dem damaligen Häftling Murat Kurnaz in Kandahar erhalten wollte, sind also für immer verloren.

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