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Betrüger wollen App Store und Programmierer ausnutzen

08.04.2009 | 12:42 Uhr |

Mehrere mutmaßliche Betrüger sollen derzeit iPhone-Entwicklern unmoralische Geschäfte anbieten. Mit gefälschten iTunes-Guthaben wollen sie massenweise Apps kaufen und sich den Ertrag mit den Entwicklern teilen.

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Zurzeit erhalten mehrere iPhone-Programmierer verdächtige Angebote von möglichen Betrügern. Dem Blog Apple Insider liegt eine solche E-Mail vor. In dieser berichtet der Absender, dass er viele Gutscheinkarten habe und bietet an, das Programm sehr oft zu kaufen. Den Gewinn dabei könne man anschließend teilen. Die Herangehensweise legt nahe, dass es sich bei den vermeintlichen Gutscheinkarten um Fälschungen handelt.

In den letzten Wochen wurde bekannt, dass der Algorithmus der Geschenkgutscheine für den iTunes Store geknackt ist. Seitdem werden mutmaßlich falsche Karten für wenige Euro über chinesische Webseiten vertrieben. Mit diesen Karten könnte auch die neue Masche funktionieren: Jemand beschafft sich falsche, aber funktionierende Guthaben und kauft in Absprache mit dem Entwickler das Programm sehr häufig. Der Entwickler erhält 70 Prozent des Umsatzes von Apple. Davon will der Trickbetrüger die Hälfte abhaben.

Falsche Käufe mit falschen Guthaben

Den Schaden hätte in diesem Fall Apple. Denn das Unternehmen würde Umsätze auszahlen, die es wegen der gefälschten Karte nie eingenommen hat. Das Hauptrisiko trägt in diesem Fall der Entwickler. Apple könnte die ungewöhnlichen Käufe bemerken. Zudem sind seine Daten Apple gegenüber bekannt. Der Initiator hingegen ist dank der mutmaßlich gefälschten Gutscheine und vermutlich anonymer E-Mailadressen weitgehend geschützt.

Soweit bis jetzt bekannt ist, hat sich noch kein Entwickler auf ein derart unmoralisches Angebot eingelassen. Derartige Maßnahmen könnten jedoch auch hinsichtlich der Verkaufscharts für Entwickler interessant sein. Mit vielen Verkäufen steht die fragliche App weiter oben in den Listen und erhält potenziell mehr Aufmerksamkeit, was zusätzliche "echte" Verkäufe anch sich ziehen könnte.

Info: Apple Insider

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