1040843

Apple präsentiert Rekordbilanz

19.10.2010 | 07:28 Uhr |

Dank starker Verkäufe von Macs, iPhones und iPads hat Apple eine Rekordbilanz für das vierte Quartal 2009/2010 vorgelegt. Nie waren Umsatz und Gewinn höher, Rekordverdächtig entwickeln sich iPhone, iPad und Mac.

Aufmacher Apple Bilanz
Vergrößern Aufmacher Apple Bilanz

"Wir sind überwältigt", gab selbst Firmenchef Steve Jobs am Montag in Cupertino zu. Jobs trat erstmals seit langem bei der Bilanzpressekonferenz auf und kommentierte die eigenen Zahlen und die Aussichten der Konkurrenz, die Apple nur noch im Rückspiegel zu sehen wähnt.

Umsatz und Gewinn (in Milliarden US-Dollar)
Vergrößern Umsatz und Gewinn (in Milliarden US-Dollar)

Im Ende September geendeten Berichtszeitraum stieg Apples Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 70 Prozent auf 4,31 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz schnellte auf 20,34 Milliarden US-Dollar hoch, was ein Plus von 67 Prozent gegenüber den 12,21 Milliarden US-Dollar des Vorjahreszeitraums bedeutet.

14.1 Millionen iPhones verkauft

Die Rekordbilanz stützt sich auf starke Produktverkäufe, einen neuen Rekord stellte Apple beim iPhone auf: 14,1 Millionen Stück verkaufte Apple im vierten Quartal, 7,4 Millionen waren es im Vorjahr gewesen. Damit erweist sich das im vierten Quartal vorwiegend verkaufte iPhone 4 als deutlich beliebter als der Vorgänger.

Den Konkurrenten RIM will Apple nun hinter sich lassen, dieser soll laut Apple-CEO Steve Jobs nur 12,1 Millionen Blackberries im Quartal verkauft haben: "Wir haben RIM überholt und ich sehe nicht, dass sie in Zukunft wieder aufholen." Einen Seitenhieb auf die Konkurrenz von Android konnte sich Jobs bei seinem seltenen Auftritt auf der Bilanzpressekonferenz nicht verkneifen. Die Behauptung Googles, mit Android eine "offene Plattform" gegen das geschlossene iPhone-System aufzubieten, sei "ein wenig hinterlistig" und verschleiere die Vorteile der integrierten Apple-Plattform. Gegenüber Android sieht sich Apple mit dem iPhone deutlich in der Vorhand. Google schalte laut eigener Angaben täglich 200.000 neue Geräte frei, während Apple in den letzten 30 Tagen im Schnitt 275.000 neue iPhones registriert habe, an manchen Tagen gar über 300.000. Aus den iPhone-Verkäufen gehen 8,82 Milliarden US-Dollar an Umsatz in die Bilanz des Quartals ein.

In 89 Ländern bieten derzeit 166 Provider das Apple-Telefon an, am letzten Tag des Berichtszeitraumes kam in China das iPhone 4 auf den Markt und war sobald heiß begehrt, schon am ersten Tag gingen 100.000 Geräte über die Ladentische. Im gesamten Geschäftsjahr hat Apple 40 Millionen iPhones verkauft, 93 Prozent mehr als im Vorjahr. Im September hat Apple nach eigenen Angaben die Marke von 125 Millionen verkauften iOS-Geräten erreicht, iPhones, iPads und iPods Touch zusammengerechnet.

iPad mit starkem Start in seinem ersten Halbjahr

Eine starke Premiere legte in der Bilanz das iPad hin , das Apple in seinem abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 7,5 Millionen mal verkaufte, davon fielen 4,19 Millionen Verkäufe in das vierte Quartal. "Wir sind begeistert von dieser Dynamik," freut sich Apples Finanzchef Peter Oppenheimer. "Wir sehen großen Enthusiasmus bei Verbrauchern, bei Bildungseinrichtungen und in Unternehmen." In der Bilanz machte der Umsatz mit dem iPad 2,7 Millionen US-Dollar aus, weitere 0,1 Millionen US-Dollar trägt das von Apple verkaufte iPad-Zubehör bei. Vor der Konkurrenz im Tablet-Markt ist Apple nicht bange. Laut Jobs gebe es eine begrenzte Anzahl von Markteinstiegen und keineswegs eine "Lawine". Die Konkurrenz habe jedoch mit kleineren Bildschirmen, einer schlechteren Nutzungserfahrung oder nicht konkurrenzfähigen Preisen nur minderes zu bieten. Insbesondere dem 7-Zoll-Format, auf das viele Konkurrenten setzen, erteilte Jobs eine Absage: 10 Zoll betrage die Mindestgröße für einen Tablet-Bildschirm. Tablet-User würden auch Smartphones nutzen, kein Tablet könne jedoch mit Smartphones konkurrieren, wenn es um die Mobilität ginge. Die Tablet-Software würde zudem nicht richtig auf den kleinen Bildschirmen funktionieren, Hersteller würden nach leidvollen Erfahrungen wieder zum größeren Formfaktor zurückkehren. Damit dürfte auch klar sein, dass Apple keineswegs an einem 7-Zoll-iPad arbeitet .

0 Kommentare zu diesem Artikel
1040843