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Kabel Deutschland tiefer in roten Zahlen - Kundenzahl steigt

30.07.2009 | 06:39 Uhr |

Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber KabelDeutschland (KDG) ist im vergangenen Geschäftsjahr wieder tiefer ind ie roten Zahlen gerutscht.

Neben den Finanzierungskosten für denErwerb von Kabelnetzen der Augsburger Orion Cable machte KDG amMittwoch in München dafür unter anderem auch Rückstellungen für denUmbau des Unternehmens verantwortlich. Unter dem Strich wurde derVerlust mehr als verdoppelt von minus 33,8 Millionen Euro im Vorjahrauf 72 Millionen Euro. Der Umsatz legte dagegen auch dank neuerKunden um 14,5 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro zu. Für das laufendeGeschäftsjahr 2009/10 (31. März) rechnet das Unternehmen mit einemlangsameren Wachstumstempo.

Die Zahl der Kunden, die das sogenannte Triple Play nutzen - alsoFernsehen, Internet und Telefonie über das TV-Kabel - soll bis Endedieses Geschäftsjahres von zuletzt 805 900 auf über eine Millionsteigen. Im Vergleich zu normalen Kabel-Kunden bringen solche Triple-Play-Kunden dem Unternehmen etwa das Dreifache an Umsatz. Die Erlöse will das Unternehmen in diesem Geschäftsjahr um fünfbis sieben Prozent steigern und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen,Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 635 bis 645 Millionen Euro,nach 570,7 Millionen Euro im vergangenen Jahr. In den weiteren Ausbauseines Netzes sowie in neue Produkte und die Kundengewinnung sollenbis zu 330 Millionen Euro fließen. Seit 2003 habe KDG bereits mehrals eine Milliarde Euro in die Digitalisierung und Modernisierung desKabelnetzes gesteckt. Die gesamten 265 000 Kilometer Fernsehkabel desUnternehmens seien inzwischen digitalisiert. Zugleich solle aber auchdas analoge Programmangebot noch über Jahre hinweg aufrechterhaltenwerden, sagte KDG-Chef Adrian von Hammerstein. Dies sei nicht nur imInteresse der Kunden, sondern auch der Sender, die ihre Programmeanalog verbreiten. (dpa)

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