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Geschenktipp 17.12.: Becoming Steve Jobs

17.12.2015 | 06:13 Uhr |

Wie war Steve Jobs wirklich? Die jüngste Biographie über den Apple-Gründer trifft nun auch den Geschmack seiner Nachfolger.

Mit Biographien von Personen der Zeitgeschichte, die noch nicht lange verstorben sind, gibt es ein grundsätzliches Problem: Nicht jeder der Weggefährten des Gezeichneten teilt die Sichtweise des Biographen in allen Details. So hat etwa die autorisierte Steve-Jobs-Biographie von Walter Isaacson ( siehe gestrigen Geschenktipp ) wenig Gegenliebe bei Apple-CEO Tim Cook und anderen Spitzenmanagern des Konzerns gefunden, die Steve Jobs in ungünstiges Licht gerückt sahen. Noch mehr Kritik mussten sich die Filmemacher Aaron Sorkin und Danny Boyle anhören, die in ihrem Film "Steve Jobs" vor allem einen privaten Aspekt herausstellten und sich beim Drehbuch ein wenig künstlerische Freiheit ließen.

Zufrieden sind Cook, Schiller und Konsorten aber mit der Biographie " Becoming Steve Jobs - Vom Abenteurer zum Visionär ", welche die beiden Fast-Company-Autoren Brent Schlender und Rick Tetzeli verfasst hatten, die es seit November auch auf deutsch gibt. Schlender und Tetzeli hatten direkten Zugang zu den heute bei Apple Verantwortlichen und so konnte Apple seine eigene, wesentliche wärmere Version des Lebens von Steve Jobs zeichnen. Korrigiert habe man aber die Druckfahnen nur noch bei sachlichen Fehlern, versichert in diesem Frühjahr der Apple-Pressesprecher Steve Downling gegenüber der New York Times. Man finde aber bei Apple, das Buch würde "Steve besser als alles andere, was wir bisher gesehen haben beschreiben". Na, dann: Lesenswert!

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