1460883

Gesperrtes iPhone: Sammelklage soll Apple zur Freigabe zwingen

31.08.2007 | 12:42 Uhr |

Nach einer Reise nach Mexiko, die ihm eine iPhone-Rechnung über 2.000 US-Dollar aufgrund hoher Roaming-Gebühren bescherte, reichte der New Yorker Herbert Kliegerman eine Sammelklage gegen Apple ein.

Darin fordert Kliegermann das Gericht auf, Apple zum Entsperren des iPhones zu zwingen. Das Apple-Handy könne man im Ausland nicht mit anderen Providern nutzen, AT&T und Apple würden daher New Yorker Verbraucherrechte verletzen. In diesem Zusammenhang sei das Versprechen der iPhone-Anbieter irreführend, dass mit dem abgeschlossenen Vertrag Internetnutzung und E-Mail unbegrenzt möglich seien. Kliegerman fordert in seiner Klage, die exklusive Anbindung des iPhones an AT&T zu verbieten, solange die beiden Firmen nicht die Providerbindung im Ausland aufheben oder zumindest die Kosten für die Nutzung außerhalb der USA begrenzen.

Den SIM-Lock des iPhone haben in den vergangenen Wochen verschiedene Hacker mit mehr oder weniger komplizierten Methoden aufgehoben, einige hatten sich dabei die Beachtung der Apple-Rechtsabteilung damit verdient. Dass die Verfahren der Hacker aber legal sein könnten, schlägt ein Bericht der Business Week vor. Demnach gebe es im Digital Millenium Copyrights Act (DMCA) eine Ausnahme vor, die noch bis Ende November 2009 gilt für "Computer-Programme, die Handys in die Lage versetzen, sich mit einem Netz zu verbinden, wenn die Umgehung allein dazu dient, sich legal einzuwählen." AT&T und Apple beziehen sich bisher auf eine Anweisung des DCMA, die klar stellt, dass es niemandem gestattet sei, Maßnahmen zum Schutz einer Technik zu umgehen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1460883