991239

Gewinnrückgänge bei den Kontrahenten Yahoo und Microsoft erwartet

22.04.2008 | 12:26 Uhr |

Die in einen Übernahmekampf verstrickten US-Konzerne Microsoft und Yahoo werden laut Einschätzung von Analysten bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen Gewinnrückgänge bekannt geben.

Besonders das Abschneiden von Yahoo zum Jahresauftakt könnte laut Experten den weiteren Verlauf des milliardenschweren Tauziehens um den Internet-Konzern entscheidend bestimmen. Microsoft will Yahoo für knapp 45 Milliarden US-Dollar übernehmen, um die Dominanz des Rivalen Google bei Online-Suche und Internet-Werbung zu brechen. Yahoo kämpfte zuletzt mit sinkenden Gewinnen und streicht daher Stellen. Für Yahoo erwarten die Experten einen Gewinn von 9 Cent je Aktie nach 10 Cent vor einem Jahr. Der Umsatz wird den Schätzungen zufolge von 1,18 auf 1,32 Milliarden Dollar zulegen. Yahoo legt seine Zahlen an diesem Dienstagabend (22.4.) nach US-Börsenschluss vor. Gute Quartalsergebnisse würden Yahoo im Abwehrkampf gegen Microsoft stärken oder dem Unternehmen Argumente für die Forderung nach einem höheren Angebot liefern. Die bestehende Offerte lehnt der Internet-Konzern als zu niedrig ab. Microsoft folgt am Donnerstagabend (24. 4.) ebenfalls nach Ende des Handels. Beim weltgrößten Softwarekonzern erwarten Analysten einen Gewinnrückgang von 49 auf 44 Cent je Aktie. Beim Umsatz rechnen sie für den Zeitraum Januar bis März mit 14,49 Milliarden Dollar nach 14,40 Milliarden vor einem Jahr. Ende April läuft zudem ein Ultimatum von Microsoft an Yahoo aus: Gelingt bis dahin keine Einigung über den Kauf, plant der Windows- Konzern eine feindliche Übernahme gegen den Widerstand des Yahoo- Managements. Mit Google testet Yahoo derzeit überdies eine Anzeigen-Allianz. Noch in dieser Woche wollen die beiden bisherigen Rivalen über eine dauerhafte Partnerschaft bei Werbung rund um die Online-Suche entscheiden. Ein solches Bündnis wäre für Yahoo ein Trumpf im Ringen mit Microsoft. Allerdings würden Wettbewerbshüter eine Zusammenarbeit von Google und Yahoo intensiv prüfen. Jüngsten Medienberichten zufolge ist der Probelauf bislang erfolgreich. Google legte erst vergangene Woche überraschend starke Quartalszahlen vor. (dpa)

0 Kommentare zu diesem Artikel
991239