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Gewinnspiel (11.12): Die Kopie, die keine mehr ist

11.12.2011 | 00:01 Uhr |

Medienunternehmen, Buchverlage, Plattenfirmen und Filmstudios klagen über Raubkopierer, die ihre tradierten Geschäftsmodelle in der Zeit der digitalen Revolutionen zerstört hätten.

Advent 2011 - 11
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Das ist nicht ganz falsch, sieht man von den ungenügenden Antworten auf die Herausforderungen des digitalen Zeitalters ab, welche viele analoge Unternehmen gegeben haben. Völlig falsch ist aber der Begriff Raubkopie. Da niemandes körperliche Unversehrtheit durch einen solchen Akt bedroht oder verletzt wird, kann man allenfalls von Diebstahl reden. Und der Begriff "Kopie" ist ebenso ungenau: Denn in Wahrheit bedeutet die digitale Replikation einen Klon. Eine vorhandene Datei wird 1:1 kopiert, theoretisch ohne Qualitätsverlust - dieser entsteht allenfalls durch Kompression, um Dateien so zu verkleinern, dass sie auch durch langsame Leitungen passen.

Die Auflösung der Frage vom 10. Dezember

Wie heißt die Zeitung der Unperfekten?

Die Zeitung in Tom Rachmans Roman "Die Unperfekten" hat keinen Namen, sie heißt immer nur "Die Zeitung" - die allmählich von ideenlosen Journalisten, uninteressierten Verlegern und rachsüchtigen Buchhaltern in den Abgrund gewirtschaftet wird. Ähnlichkeiten zu früheren Arbeitgebern Rachmans sind rein zufällig und nicht in der Intention des Autoren gelegen…

"Raubkopierer" gab es auch zu analogen Zeiten, die sich in der Videothek Filme ausliehen und sie auf ein zweites Gerät (oder gleich auf mehrere) überspielten. Die Qualität der Kopien litt aber derart, dass allenfalls die Videotheken Umsatzverluste zu beklagen hatten, im großen Stil Videotapes illegal kopieren konnten nur Wenige. Ganz zu schweigen von den Kassetten, die man auf dem Schulhof tauschte, von Überspielen zu Überspielen wurde das Band verrauschter - und wenn das Taschengeld dann endlich reichte, kaufte man sich doch besser die LP oder später die CD. Erst als Brenner so günstig wurden, dass sie sich Schüler leisten konnten, war erstmals das Klonen von CDs möglich. Und kurz darauf waren die Leitungen schnell und die Kompressionsalgorithmen gut genug, dass sich ganze Alben per Internet austauschen ließen. Nicht auszudenken, wenn der digitale Kopiervorgang als solcher genau so fehlerbehaftet wäre wie der analoge, kein Song würde es weiter als über drei bis vier Tauschstationen schaffen.

Bücher, mit deren digitalen Versionen wie uns zu einem späteren Zeitpunkt beschäftigen werden, ließen sich in analogen Zeiten quasi überhaupt nicht kopieren. Es sei denn, man besaß einen fortschrittlichen Kopierer mit Einzelblatteinzug und keine Skrupel, das Buch auseinander zu binden - doch für den Preis eines solchen Kopiermonsters musste man schon ganze Bibliotheken kopieren und schwarz verscherbeln, damit es sich lohnte.

Der Feind der analogen Geschäftsmodelle ist somit nicht die Kopie, sondern der Klon. Und nicht die Räuber sind es, die zusetzen und manchmal nicht einmal Diebe, sondern einfache Nutzer, welche die durch die digitalen Revolutionen entstandenen Bequemlichkeiten für sich entdeckt haben. Raubkopierer sind Verbrecher? Vielleicht - aber streng genommen gibt es gar keine Raubkopierer.

Der einstige Weltmarkführer für Kopiergeräte Xerox bringt uns zur heutigen Frage. Die grafische Benutzeroberfläche, die sich der Mac als Vorbild nahm, hatte Xerox in seinem Palo Alto Research Center (PARC) entwickelt, daraus aber kein marktfähiges Produkt. Wie hieß der Rechner von Xerox, von dem Steve Jobs’ Mac-Team sich inspirieren ließ?

  1. Alto

  2. Bluebell

  3. Crisis

Wenn Sie die Antwort wissen, kreuzen Sie diese in unserem heutigen Gewinnspielformular an.

Zu gewinnen gibt es heute:

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