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Gewinnspiel (13.12): Werkeln ohne Müh’ und Plag’

13.12.2011 | 00:01 Uhr |

Die digitalen Revolutionen haben die Arbeitswelt derart geändert, dass nicht die in einem Büro abgesessene Zeit zählt, sondern das Ergebnis. Die Gesetzgebung wird aber noch Jahrzehnte brauchen, um diese Umstände zu berücksichtigen.

Mit den digitalen Revolutionen gehen auch tiefgreifende Wandlungen der Arbeitswelten einher - teils einander bedingend, teils unabhängig voneinander. Deutschland ist mitten in Wandel von einer Industrie- zu einer Wissensgesellschaft, alte Arbeitszeitmodelle haben ausgedient. Doch wie auch im Falle des Urheberrechts, das wir gestern behandelt haben, hinken juristische Entwicklungen der technologischen und gesellschaftlichen hinterher. Immer noch verhandeln Gewerkschaften mit Arbeitgeberverbänden beispielsweise nicht nur um Löhne, sondern auch um Arbeitszeiten und Modelle zur Ausgestaltung der Wochen- und Lebensarbeitszeit. Die Realität hat aber die Tarifpartner in vielen Aspekten bereits überholt. Sprich: Wie verhandelt man über 35 oder 42 Wochenstunden, wenn man den Aufwand für Arbeit nicht mehr effektiv messen kann? Denn der Arbeitnehmer schuldet seinem Arbeitgeber keine Zeit mehr, sondern ein Ergebnis.

Was wir damit meinen? In analogen Zeiten war es auch in nichtproduktiven Berufen gang und gäbe, zu fest vereinbarten Zeiten an einem gegebenen Ort zu sitzen und die anfallenden Aufgaben zu erledigen, sagen wir mal, von neun bis fünf im Büro, das von Montag bis Freitag. Während in den verbliebenen Produktionsberufen die grundsätzliche Regelung, einen Arbeitnehmer zu einer festen Zeit an einen festen Ort einzusetzen, nach wie vor Sinn ergibt, fällt das in der Wissens- und Informationsverarbeitung allmählich weg. Mittlerweile ist es eigentlich egal, wo der Mitarbeiter sich aufhält und zu welchen Zeiten er welche Ideen entwickelt oder umsetzt. Die PC- und Informationsrevolution ermöglichten es, das Büro auch nach Haus zu verlegen, die mobile Revolution brachte uns das Büro zum Mitnehmen. Die soziale Komponente eines Arbeitsplatzes in einem Bürogebäude darf man nicht unterschätzen, zum Austausch mit Mitarbeitern und Kunden genügen Telefon, Mail und Videochat nicht immer. Während aber die Arbeit schleichend den Weg nach Hause findet, dringen Privatangelegenheiten in die Arbeitswelt. Und das sollten sie auch. Chefs, die privates Internet am Arbeitsplatz untersagen, sind entweder von gestern oder stehen Fließbandarbeitern vor. Werktätige hingegen - und an dieser Stelle unterscheiden wir bewusst zwischen "Arbeit", das sich vom mittelhochdeutschen Wort für Mühsal ableitet, und dem selbstbestimmt errichteten Werk - wissen Privates und Dienstliches miteinander zu vereinen. Kluge Werktätige schalten daheim, am Badesee und im Biergarten das iPhone auch mal ab.

Bleibt für abhängig Beschäftigte und deren Arbeitgeber natürlich die Frage, wie man nun den Aufwand für das Werk misst. Selbstständige, die ihr Werk nach Stunden- oder Tagessatz abrechnen, geben hier die Richtung vor. Derweil begreifen wir uns als selbstständig Angestellte oder angestellte Selbstständige.

Lang ist’s her, dass sich die Berufswelt einfach nur in selbstständig oder angestellt unterteilen ließ und typische Handbewegungen sowie zehn mit "Ja" oder "Nein" zu beantwortende Fragen den Beruf eines Menschen erraten ließen. Wie hieß die Quizsendung, zu der auch noch die Frage nach dem "Schweinderl" gehörte?

  1. Was bin ich?

  2. Einer wird gewinnen

  3. Der große Preis

Wenn Sie die Antwort wissen, kreuzen Sie diese in unserem heutigen Gewinnspielformular an.

Zu gewinnen gibt es heute:

Das Buch " Mac-OS X Lion - Der umfassende Ratgeber " aus dem Vierfarben-Verlag: Was immer Sie mit Ihrem Mac tun wollen, hier finden Sie Auskunft. Der Apple-Experte Florian Gründel zeigt Ihnen in diesem umfassenden Ratgeber, wie der Mac "tickt" und wie Sie mit ihm arbeiten.

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