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18. Dezember: Der Diaabend und andere schaurige Präsentationen

18.12.2011 | 00:01 Uhr |

Gute Geschichtenerzähler unterscheiden sich von schlechten durch ihre Werkzeuge. Dabei kommt es aber zuallerletzt darauf an, ob diese analog oder digital sind.

Advent 2011 - 18
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Digitaltechnik führt zum schleichenden Sterben einer Veranstaltung von der man halten konnte, was man wollte: Dem Diaabend. In analogen Zeiten verbrachten wir viele angenehme Abende bei Freunden, Verwandten und Bekannten, die von einer der damals seltenen Fernreisen mit einem Koffer voller schöner Dias und noch besserer Geschichten zurück gekommen waren, die wir gerne ansahen und denen wir gerne lauschten. Da im Rückblick meist das Positive überwiegt, gewinnen diese Erinnerungen allmählich auch die Oberhand gegenüber der schaudernden Erinnerung an langweilige Bilderreihen von Eseln, Steinen und Bäumen, mit langweiligen Erzählungen angereichert, zu geschmacklosen Mettigeln serviert. Solche Abende rettete allenfalls eine durchbrennende Projektionslampe, von den teuren Dingern hatte man selten Ersatz im Haushalt. Im Großen und Ganzen ist dem Diaabend also nicht nachzutrauern, heute hat man tausende Bilder immer griffbereit auf iPhone und iPad zur Hand, um sie den Leuten zeigen zu können, die sich nicht dafür interessieren.

Die Auflösung der Frage vom 17. Dezember

Mit welcher Analogie erklärte Steve Jobs 2002 die Software iPhoto?

iPhoto müsse man sich wie einen "Schuhkarton für ihre digitalen Bilder" vorstellen, erklärte Steve Jobs im Januar 2002 die damals neue Software, die weitere Speiche zum Andocken an die digitale Nabe Mac. Gut zehn Jahre später haben die meisten von uns derart viele Bilder, dass der Vergleich hinkt. Ein ganzer Schuhladen voller leerer Kartons wäre heute treffender…

Manche Reisende hatten in den Siebzigern und Achtzigern sogar Super-8-Kameras mit dabei, mangels Tonspur geriet die Vorführung der Werke nach dem Urlaub oft zu unfreiwilliger Komik. So wie die Welt in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts anscheinend schwarz-weiß war, sind unsere Erinnerungen an Reisen in den analogen Zeiten stumm.

Der Unterschied zwischen Foto- und Videokamera ist in der digitalen Welt auf ein Minimum gesunken, wobei man fairerweise sagen sollte, dass man die von einer Kompaktknippse oder einem Smartphone aufgenommene Tonspur aufgrund der vielen Nebengeräusche bei der nachträglichen Bearbeitung besser stumm schalten sollte. Mit nur wenig Aufwand entstehen am Computer aus den eigenen Aufnahmen Filme die man auch gerne wieder einem größeren Kreis vorführt. Hobby-Regisseure und -Cutter sollten aber bedenken, dass weniger wie immer mehr bedeutet und das elfte Gebot der Unterhaltung stets zu beachten ist: "Du sollst nicht langweilen!". Vielleicht verläuft die Trennlinie nicht zwischen analog und digital, sondern eher zwischen langweilig und nicht langweilig. Gute Geschichtenerzähler kommen auch mit einer analogen Kamera, einem Diaprojektor und einer Leinwand bestens aus.

Das Dia als Medium für ihre Berichterstattung geben Abenteuerreisende ungern auf, nicht zuletzt, weil in der Wüste die nächste Steckdose zum Aufladen des Akkus gerne mal ein paar Tagesritte entfernt ist. Wir wollen heute den Namen des bayerischen Abenteurers von Ihnen wissen, der meist mit dem Motorrad durch die Wüsten der Welt unterwegs ist und von seinen Reisen atemberaubende Bilder und Geschichten mitbringt. Wie heißt er?

  1. Michael Martin

  2. Martin Michael

  3. Martin-Michael Martinsson

Wenn Sie die Antwort wissen, kreuzen Sie diese in unserem heutigen Gewinnspielformular an.

Zu gewinnen gibt es heute:

Die Docking-Station für 2,5- und 3,5-Zoll-Festplatten Icy Box IB-111 , gestiftet von Raidsonic: Sinn einer Dockingstation für Festplatten ist der häufige und schnelle Wechsel der eingesetzten Festplatten. Da darf nichts klemmen, haken oder locker sein. Auch nicht nach dem hundertsten oder tausendsten Wechsel. Das IB-111 bietet beste Voraussetzungen: ein solides Aluminiumgehäuse.

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