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Gewinnspiel (19.12): Der Siegeszug des E-Books - Papier bleibt bestehen

19.12.2011 | 00:01 Uhr |

Entspanntes Lesen und Papier gehören untrennbar zueinander. Die digitale Welt bietet eine interessante und bequeme Alternative, doch viel vom Genuss geht verloren, wenn nicht gar die Seele des Buchs.

Zwei Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt haben uns im Herbst besonders gefesselt: Die Steve-Jobs-Biographie von Walter Isaacson und der neue Zamonien-Roman von Walter Moers "Das Labyrinth der Träumenden Bücher". Wussten wir im Fall des Sachbuches leider schon, wie die Geschichte ausgeht, haben wir uns im Fall der fiktionalen Literatur aber bis zum Schluss gefragt, warum das titelgebende Labyrinth nur eine Nebenrolle spielt - bis uns klar wurde, nur den ersten Teil eines zweiteiligen Romans zu lesen.

Die Auflösung der Frage vom 18. Dezember

Wie heißt der bayerische Abenteurer, der die Wüsten der Welt bereist und in Diaavorträgen dem Publikum näher bringt.

Wann immer Michael Martin zu einem Diavortrag in Ihrer Stadt ist: Gehen Sie hin, es lohnt sich. Sie werden mit einem ganz anderen Verständnis von Wüsten und dem Diavortrag als Kunstform aus der Veranstaltung gehen.

Wer Walter Moers bisher nur mit Comics und Schelmengeschichten für das Kinderfernsehen in Verbindung bringt, sollte einen zweiten Blick auf den in Mönchengladbach geborenen Autoren werfen, wir empfehlen dafür die Vorgeschichte des "Labyrinths", den Roman "Die Stadt der träumenden Bücher". Moers ist eine fantasievolle, satirische Hommage an das Lesen und das Buch gelungen, die jeder Bücherwurm begeistert verschlingt. Da die Geschichte auf dem fiktiven Kontinent Zamonien spielt, gelten dort Regeln, die so manchen Verleger der Realität von früher träumen lassen: Keine Elektrizität, kein Internet, keine digitalen Lesegeräte. Stattdessen in Leder gebundenes Papier, Dichterlesungen bei Kerzenschein - aber auch eine skrupellose Macht im Hintergrund, die Preise und Inhalte diktiert. Okay, Phistomefel Smeik ist nicht gerade Vorbild für reale Verleger, doch erkennen wir in dem Ziel des Antagonisten, massenweise Schundliteratur für die Masse produzieren zu lassen und alles von hoher Qualität zu vernichten, eine überspitzte Karikatur so mancher Monopolisten.

Nach der Revolution des PC, der Musik und des Mobilfunk wollten sich Apple und Steve Jobs mit dem iPad auch den Journalismus und das Buchwesen vornehmen. Abschließend lässt sich über diese Revolution nicht urteilen, wir stecken mittendrin. Nur hat es das iPad gewiss schwerer, hartnäckigen Zeitungs- und Buchlesern das Papier aus der Hand zu schlagen, als es der iPod mit der CD hatte. Einen der schönsten Sinneseindrücke erhält der Leser, wenn die Vorfreude in gespannte Erwartung umschlägt, er das gebundene Buch aus seiner Schutzfolie befreit, er über die akkurat geschnittenen Seiten streicht, das papierene Rascheln und der Duft von Leim und frischer Druckfarbe eine Geschichte neben der gedruckten Geschichte erzählen. Ja, Bücher haben eine Seele, mag man da meinen, weswegen man sie auch niemals wegwerfen oder schon gar nicht als Heizmaterial verwenden darf, wenn sei einmal ausgelesen sind. Denn dann erzählen sie den Lesevorgang gleich noch mit, mit ihren Rissen, Knicken und Flecken.

Lesen auf dem iPad - oder einem anderen Gerät - hat aber unbestrittene Vorteile gegenüber dem Buchvergnügen. Vor allem Fachliteratur lässt sich elektronisch besser nutzen als Papier, von den Kosten des Erwerbs und der leichteren Verfügbarkeit gar nicht erst zu reden. Das war es vor allem, was Steve Jobs laut seines Biographen Walter Isaacson in seinen letzten Lebensjahren im Sinn hatte: Schülern und Lehrern weltweit das Leben zu erleichtern. Statt vieler Bücher im Rucksack nur noch ein iPad, statt veraltetem Lehrmaterial stets aktuell gehaltene Apps. Freunde der Belletristik kommen ebenso auf ihre Kosten, Kerzen oder Taschenlampen sind bei schlechten Lichtverhältnissen überflüssig, liest man auf dem iPad. Bleibt die Frage, wo die Seele des Buches schwebt, schaltet man das Lesegerät aus. Wir nutzen daher das iPad nur temporär zum Lesen und bleiben stattdessen meist beim gedruckten Buch selbst wenn wir deswegen ständig unsere Regale umräumen und erweitern müssen...

Fragen wir doch einfach mal nach, ob Sie unserer Leseempfehlung gefolgt sind. Wie heißt der Ich-Erzähler in den Moers-Romanen der "Träumenden Bücher"?

  1. Käpt’n Blaubär

  2. Ojahnn Golgo van Fontheweg

  3. Hildegunst von Mythenmetz

Wenn Sie die Antwort wissen, kreuzen Sie diese in unserem heutigen Gewinnspielformular an.

Zu gewinnen gibt es heute:

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© Equinux

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