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Gewinnspiel (20.12): Politik in Zeiten der Vernetzung

20.12.2011 | 00:01 Uhr |

Der Streit um Stuttgart 21 hat vor allem gelehrt, dass Bürger im 21sten Jahrhundert früher in die Planung von Großprojekten eingebunden werden wollen und die Planer transparenter handeln müssen. Sonst droht bald der nächste Wutbürgeraufstand.

Weswegen gehen bei Euch die Leute auf die Straße?" wollten im November vom SZ-Magazin portraitierte Aktivisten aus Syrien, Israel und London von den Journalisten wissen. "Nun, ähh, gegen Kernkraft und einen Bahnhof..." lautete die Antwort, die angesichts der zuvor gehörten Geschichten von Occupy Wall Street, dem arabischen Frühling und den Protesten in Tel Aviv und Großbritannien verblasste. Es liegt uns fern, die Demonstrationen gegen Kernkraft - die nach Jahrzehnten in Deutschland endlich Wirkung zeigen - und gegen unzureichend erklärte und finanzierte Verkehrsprojekte als irrelevant abzukanzeln. Angesichts der Revolution in Arabien und der beginnenden Umwälzung am Zentralort der Finanzwirtschaft erscheinen die Probleme in Deutschland eher gering - oder auch nur Protest.

Die Auflösung der Frage vom 19. Dezember

Wie heißt der Protagonist von Walter Moers Romanen über "träumende Bücher"?

Mit den "13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär" legte Walter Moers seinen ersten Zamonien-Roman vor - schon seinerzeit fand der "zamonsiche Großschriftsteller" Hildegunst von Mythenmetz Erwähnung, Ich-Erzähler in den Buchhaim-Romanen "Die Stadt der träumenden Bücher" und "Das Labyrinth der träumenden Bücher". Ojahnn Golgo van Fontheweg spielt seinerseits eine Nebenrolle darin…

Der politische Diskurs hat sich durch die digitalen Revolutionen aber vehement verändert, man kann sagen, eine neue Form der Mitbestimmung ist "im Internet geboren", um mal dem unqualifizierten Ausspruch des Wahlkreisabgeordneten aus dem Münchener Westen einen anderen Dreh zu geben. Natürlich gab es auch schon vor der Internetrevolution Möglichkeiten, sich außerhalb der vierjährlichen Wahlveranstaltungen politisch einzubringen - und sei es durch den Marsch durch die Institutionen. Die neuen Kommunikationsmethoden erlauben aber nun eine gesellschaftliche Teilhabe auf allen Ebenen und zu allen Zeiten, durch schnelle Verbreitung von Informationen und problemlose Aktivierung von Mitstreitern.

Kaum Wunder, dass immer mehr Netznutzer Gefallen an den Piraten finden. Die etablierten Parteien werfen den Newcomern gerne vor, unerfahren zu sein, nur ein Thema zu haben und ihr politisches Programm noch nicht zu Ende diskutiert zu haben. Das hieß es vor gut 30 Jahren auch über die Grünen, die mittlerweile einen Ministerpräsidenten stellen und in gut 20 Monaten realistische Chancen auf die erneute Regierungsbeteiligung im Bund haben.

Nun wollen wir an dieser Stelle keine Präferenz für oder gegen die Piraten in Hinsicht auf die Bundestagswahl 2013 erkennen lassen, wie sehr aber deren Erfolg bei den jüngsten Umfragen bei den ehedem großen Parteien nagt, erkennt man an deren verzweifelten Versuchen sich "transparenter", "bürgernäher" oder einfach "jünger" zu geben. Man mag etwa der Bundeskanzlerin viel vorwerfen, aber nicht, dass sie neue Kommunikationsmethoden so lange ignorieren würde, bis ein Sturm der digitalen Wutbürger sie aus dem Amt fegen würde. Schon seit einigen Jahren spricht die leidenschaftliche SMS-Schreiberin wöchentlich per Podcast zum Wahlvolk, einer ihrer Vorgänger hielt hingegen die Neujahrsansprache gerne mal so, dass man sie auch in zwei Jahren hintereinander versenden konnte. Der Youtube-Kanal der Regierungschefin ist nicht nur auf Senden eingestellt, sondern auch auf Empfang, Frage-und-Antwort-Spiel von Bürgern und Kanzlerin sind bisher aber wenig spannend. Vielleicht gibt es in diesem unserem Lande wirklich keine größeren Probleme als einen Bahnhof, ganz gewiss ist aber die durch die Digitalisierung erhöhte Bürgerbeteiligung zu begrüßen. Das meinte Steve Jobs eher nicht, als er von seinem Macintosh-Team forderte: "Seid Piraten, nicht die Navy!"

Frage: Im März 2011 hatte unter anderem die Kontroverse um den Bahnhof in Stuttgart den dort regierenden Ministerpräsidenten aus dem Amt getrieben. Wie hieß der gleich noch mal?

  1. Stefan Mappus

  2. Günther Oettinger

  3. Erwin Teufel

Wenn Sie die Antwort wissen, kreuzen Sie diese in unserem heutigen Gewinnspielformular an.

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