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Gewinnspiel (21.12): Der Stammtisch und der Leserbrief

21.12.2011 | 00:01 Uhr |

Die digitalen Revolutionen haben unter anderem dazu beigetragen, dass Meinungen, Ansichten und ausgeübte Mitspracherechte vor größerem Publikum Gehör finden. Politik ändert sich, Abgeordnete können es sich nicht mehr erlauben, Twitter, Facebook und andere Kanäle, auf denen ihre Wähler sich äußern, zu ignorieren.

Dabei tritt ein Problem auf: Das Rauschverhältnis all dieser Kanäle. Oft gewinnt man den Eindruck, dass sich der klassische Wirtshausstammtisch, über dem einst mit Zweidrittelmehrheit regierende Parteien immer gerne die Lufthoheit behalten wollten, sich in vielfach potenzierter Weise in das Internet verlagert hat. Mit dem Gebrüll, das so manche Diskutanten in Foren, Blogs und sozialen Medien veranstalten, können die wenigsten etwas anfangen. Die Hartnäckigen unter den Trollen bestehen jedoch darauf, dass ihre Ansichten die einzig wahren sind, und der angesprochene Politiker, Journalist, Hardware- oder Software-Hersteller die "Vorschläge" gefälligst ohne zu zögern umzusetzen hat. Der Troll als solcher lauert in jedem von uns, meint der Blogger und Kolumnist Sascha Lobo , Gelegenheit macht Trolle, gewissermaßen. Nur ist die Gelegenheit im digitalen Zeitalter nur ein paar Klicks weit weg - mit ein Grund für das hohe Rauschen.

Die Auflösung der Frage vom 20. Dezember

Wie heißt der im März 2011 abgewählte ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg?

Lange war er’s ja nicht, Ministerpräsident im Ländle, weswegen gestern einige Rätselfreunde Günther Oettinger und nicht Stefan Mappus angekreuzt haben. Während Oettinger von seiner Kanzlerin nach Brüssel beordert wurde, sprach der Souverän am 27. März 2011 sein ablehnendes Urteil über Mappus. Erwin Teufel übrigens musste in Ruhestand gehen, weil Oettinger seinen Job haben wollte…

In analogen Zeiten blieb der Stammtisch meist unter sich und wer sich in der öffentlichen Diskussion Gehör verschaffen wollte, war auf Briefe und Telefonate angewiesen, mit dem Abgeordneten oder der Zeitung. Noch heute steht es jeder Zeitung frei, Leserbriefe gekürzt oder gar nicht abzudrucken, was auf den Schreibtischen der Redaktionen landete, war auch früher nicht immer druckreif. Doch konnte man davon ausgehen, wer sich die Mühe machte, einen Leserbrief zu verfassen und ihn vor dem Absenden womöglich gegenzulesen, hat seiner Meinung in reflektierter Weise Ausdruck verschafft und nicht besoffen und verärgert kurz nach Mitternacht einige zornige Zeilen in ein Online-Formular oder eine E-Mail getippt.

Wir wollen damit aber in keiner Weise damit sagen, dass Meinungsäußerungen von Lesern oder Wählern in der digitalen Ära wegen Irrelevanz zu ignorieren sind, der irrelevante Anteil hat nur zugenommen. Aber können mit Sinken der technischen Hürden und Hemmschwellen jetzt auch die zum Diskurs beitragen, denen ein Leserbrief oder eine Eingabe im Abgeordnetenbüro bislang zu mühselig war - obwohl sie etwas zu sagen hätten. Vermutlich hat das digitale Zeitalter nur die Werkzeuge geändert, nicht aber den Grundsatz, dass jede Zeitung die Leser hat, die sie verdient. Mit unreflektierten Texten lockt man vorwiegend unreflektiertes Publikum an, ein Diskurs muss weder im Analogen noch im Digitalen auf Stammtischniveau absinken. Es ist immer die Frage, welche Leute an der Diskussion beteiligt sind.

Unser Frage heute: An wen wendet sich der Stammtisch, wenn er eine Art Leserbrief an den Bundestag verfassen will?

  1. Den Fraktionsvorsitzenden der größten Fraktion

  2. Den Petitionsausschuss

  3. Den Bundestagspräsidenten

Wenn Sie die Antwort wissen, kreuzen Sie diese in unserem heutigen Gewinnspielformular an.

Zu gewinnen gibt es heute:

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