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Gewinnspiel (3.12.): Patentfaltplan und Navigationssystem

03.12.2011 | 00:01 Uhr |

Damit neue Technik uns das Leben erleichtert, müssen wir erst lernen, sie richtig zu bedienen. Wer aber schon an den analogen Pendants revolutionärer Technologie scheitert, darf nicht die Digitalisierung dafür verantwortlich machen, dass es auch mit dem neuartigen Gerät nicht funktioniert.

Der Krieg gilt als Vater aller Dinge, doch will niemand einen so grausamen, strengen und lieblosen Vater haben. Die Eroberung des Weltraums in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte vor allem den kalten Krieg als Vater, die waffenstarrend einander gegenüber stehenden Blöcke der Nato und des Warschauer Paktes betrachteten das Rennen in das All und auf den Mond keineswegs als sportliches Rennen, sondern als strategisch entscheidend für den Konflikt auf der Erde. Obwohl uns der Vater suspekt ist, ziehen wir doch einigen Nutzen aus der Technik, die Militärs entwickelt haben. Das Internet, wie wir es heute kennen, geht auf den militärischen Ansatz zurück, ein Kommunikationsnetz selbst dann noch betreiben zu können, wenn Teile davon zerstört sind, schon 1962 beschäftigte sich die US Air Force mit dem Arpanet.

Die Auflösung der Frage vom 2. Dezember

Welchen dieser Weine drehte uns Vertreter Blümel nicht an?

Wer gestern behauptet hat, alle drei Optionen würden zutreffen, da keiner der genannten Weine existiert, mag zwar Recht haben, aber wir hatten in der Formulierung der Frage natürlich auf den berühmten Loriot-Sketch "Die Weinprobe" angespielt, die jedes Jahr in der Adventszeit als Teil von "Weihnachten bei den Hoppenstedts" auf irgendeinem Fernsehkanal läuft. Und da Frau Hoppenstedt überrumpelt je sechs Flaschen Oberföhringer Vogelspinne und Bacheracher trockenes Domtal kauft (dazu auch noch einen Karton Hupfheimer Jungferngärtchen), aber Vertreter Blümel keinen Gallensteiner Nierentritt im Angebot hatte, war die zweite Antwortoption richtig

Auch von der Technik, die Nasa und die Organisatoren der sowjetischen Raumfahrt allein aus militärischen Gründen in die Umlaufbahn oder gar auf den Mond geschossen haben, profitiert unser Alltag, etwa von Satelliten zur Kommunikation oder Orientierung.

So hat GPS (Global Positioning System) militärische Wurzeln, erst im Jahr 2000 schaltete das Militär ein verschlüsseltes Störungssignal ab. Erst seit diesem Zeitpunkt ist mit GPS eine Ortsbestimmung mit einem Fehler unter zehn Metern möglich.

Zwar wusste schon das iPhone der ersten Generation im Jahr 2007 ungefähr, wo es sich aufhielt, da es diese Information aus den bekannten Standorten von Mobilfunknetzen und Wi-Fi-Hotspots ziehen konnte, erst mit der Integration eines GPS-Chips im iPhone 3G und den folgenden Verbesserungen wurde das iPhone zum alltagstauglichen Navigationsgerät.

Hersteller von Navigationsgeräten wird die Konkurrenz nur wenig gefreut haben, wenigstens lassen sich noch smarte Kfz-Halterungen mit Empfangsverstärker für das GPS-Signal gewinnbringend verkaufen. Den Ausschlag für die Kaufentscheidung sollte aber die Software geben, die rechtzeitig vor Gefahren warnt, Ausweichstrecken berechnet oder akkurates Kartenmaterial bereit hält - so macht Technologie vor allen das Leben von Autofahrern leichter: Man muss nicht ständig für einen Blick auf die alte, zerfledderte, patentgefaltete Karte werfen oder sich alternativ von einer des Kartenlesens nicht mächtigen Navigatorin in die Irre führen lassen.

Allheilmittel sind Navigationsgeräte mit GPS-Unterstützung keine. Insbesondere als Lenker großer Fahrzeuge wie LKW oder Busse sollte man sich bewusst sein, dass die Software die Route nach dem Kriterium der kürzesten Fahrzeit berechnet - und eben nicht immer weiß, welchem Fahrzeug man den Weg weist. Nicht wenige Laster sind schon in zu niedrigen Unterführungen stecken geblieben, tragisch war vor einigen Jahren der Fall eines polnischen Reisebusses, der auf einer zu engen Passstraße in Frankreich verunglückte - der Fahrer hatte sich blind auf das Navi verlassen und nicht mehr auf die Warnschilder geachtet.

Die Technik will also beherrscht sein - in der analogen Ära sollte man verstanden haben, wie man eine Karte richtig faltet oder auf welcher Seite im Atlas man den Anschluss findet, was die Symbole bedeuten und wie weit es noch bis zur nächsten Raststätte ist. Heutzutage darf man nicht vergessen, seinen Verstand benutzen, sonst geht es einem so wie den Anhängern des 1. FC Nürnberg zu Beginn der Navi-Ära. Gerade in die zweite Liga abgestiegen, stand die Auswärtsfahrt zum Spiel bei LR Ahlen in Westfalen an. Der Busfahrer brachte seine Passagiere zielsicher und in überraschend kurzer Zeit nach Aalen, Baden-Württemberg, vor das Stadion des Regionalligisten VfR Aalen. Kein noch so kluges Navigationsgerät hätte eine derartige Verirrung verhindern können, weder im analogen noch im digitalen Zeitalter.

Für unsere heutige Frage blicken wir weit in die Vergangenheit, als die Navigation auf hoher See schwierig war, weil sich Längengrade nicht genau bestimmen ließen. Erst der Schiffschronometer löste das Problem. Um die Erforschung des Geheimnisses der Längengrade hat der italienische Semiotik-Professor Umberto Eco einen ganzen Roman gestrickt. Welchen?

  1. Baudolino

  2. Das Foucaultsche Pendel

  3. Die Insel des vorigen Tages

Wenn Sie die Antwort wissen, kreuzen Sie diese in unserem heutigen Gewinnspielformular an.

Zu gewinnen gibt es heute:

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