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Gewinnspiel (5.12): Die Tastatur - und das Ende der Stenotypistin

05.12.2011 | 00:01 Uhr |

Wenn Revolutionen anlaufen unterschätzt man gerne deren Folgen: Bekanntermaßen wurde der Bedarf an Personal Computern schnell größer als wenige dutzende Geräte und der ehrenwerte Beruf der Stenotypistin kam unter die Räder.

Millionen von Softwareentwicklern, Ingenieuren oder Journalisten verfluchen den Tag, an denen sie das Angebot eines freiwilligen Schreibmaschinenkurses an ihrem Gymnasium abgelehnt hatten: "Wozu tippen lernen? Als angehender Akademiker werde ich später mir ohnehin eine Sekretärin unter denen aussuchen können, die jetzt mühevoll an der Realschule die Schreibmaschine in einem Pflichtfach lernen. Und Steno noch dazu".

In analogen Zeiten hatte man sich jeden Buchstaben lieber zweimal überlegt, bevor man einen Brief tippte, Fehler waren nur schlecht zu korrigieren und in den meisten Geschäftsbriefen waren auch ausgebesserte Tippfehler nicht tolerabel. Also kamen Spezialisten zum Zug, die kaum Fehler machten.

Der Computer erleichtert das Schreiben mit Tastatur, Tippfehler und/oder Unsinn hat man mit wenigen Handgriffen gelöscht und korrigiert, zur Not druckt man den Brief ein halbes Dutzend Mal aus, bis er frei von Fehlern ist. Die fundierte Ausbildung der Schreibkraft, die im originalen Sprechtempo die Gedanken ihres Chefs aufnimmt und sie mit hoher Geschwindigkeit in Druckbuchstaben umsetzt, hat ausgedient. Leider. Denn die an der Tastatur ungelernten Softwareentwickler, Ingenieure oder Journalisten haben schon so manchen fatalen Tippfehler produziert. Oder sie verzweifelten daran, dass der Fluss der Gedanken immer wieder für die lästige Korrekturarbeit unterbrochen werden muss - und sei es nur für das Wegklicken einer unsinnigen von Apples Betriebssystem vorgeschlagenen Verbesserung.

Die Tastatur als solche wird im digitalen Zeitalter immer mehr zum Anachronismus. Das heute bekannte Layout in deutsch- und englischsprachigen Ländern (QWERTZ oder QWERTY) hat technische Gründe: Damit sich die Typenhebel der mechanischen Schreibmaschine nicht verklemmen, sitzen die am Häufigsten verwendeten Zeichen außen. Von klemmenden Hebeln droht im digitalen Zeitalter keine Gefahr mehr, dennoch bleiben QWERTZ und QWERTY Quasistandard. Die Dvorak-Tastatur, die theoretisch höhere Schreibgeschwindigkeiten und kürzere Gesamtwege für die Finger erlaubt, fristet weiter ein Schattendasein.

In Zukunft steht aber der Tastatur das gleiche Schicksal wie ihrer Meisterin, der Stenotypistin, bevor: Die Bedeutungslosigkeit. Schon jetzt blendet iOS eine virtuelle Tastatur nur auf Bedarf ein, und mit Siri hat Apple die Zukunft der Spracherkennung vorgeführt: Im iPhone verschmilzt das Diktiergerät mit der Schreibmaschine. Das freut den Softwareentwickler, Ingenieur und Journalisten: Sprechen hat er wie von selbst gelernt.

Fragen wir mal bei Siri nach: In Großbritannien spricht der Assistent des iPhone 4S mit männlicher Stimme und nennt sich wie?

  1. James

  2. Charles

  3. Daniel

Wenn Sie die Antwort wissen, kreuzen Sie diese in unserem heutigen Gewinnspielformular an.

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