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Gewinnspiel (6.12): Die E-Mail und die Postmappe

06.12.2011 | 00:01 Uhr |

Nicht nur die Stenotypistin im Speziellen macht die digitalen Revolutionen allmählich überflüssig, sondern auch die Sekretärin im Allgemeinen - wenn sich der Chef auf die Technik versteht.

Advent 2011 - 06
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Gemeint sind damit keineswegs hoch spezialisierte Assistentinnen und Assistenten, aber die Bürokraft, die den Terminkalender pflegt, die Zimmerpflanzen gießt, Kaffee kocht und die Postmappe sortiert, ist nur noch in wenigen Büros anzutreffen. Für’s Kaffeekochen ist sich heute kaum ein Vorstand mehr zu schade, bei der Terminplanung hilft ihm Siri auf seinem iPhone und die Zimmerpflanzen sind ohnehin geleast und werden von der Verleihfirma gewartet, als sei das Grünzeugs leblos wie Drucker oder Monitor.

Aber wenn der digital zeitgemäße Chef sich nicht für ein vernünftiges Mailsystem und einen zuverlässigen Wartungsvertrag entscheiden hat, wird er so manches Mal die Zeiten zurücksehen, in denen die Sekretärin zu genau definierten Zeiten mit der Postmappe ins Büro kam. Wie befriedigend doch das Zerreißen der unsachlichen Werbung war! Wie elegant die Federführung des Schreibgerätes, mit dem man eine kurze Anweisung oder Delegation auf eines der Faxe schmierte, damit sich subalterne Chargen damit rumschlagen mussten! Und wie man sich nach den nur wenig Zeit in Anspruch nehmenden Filtertätigkeiten auf die wesentlichen Papiere konzentrieren konnte!

Heute quillt der elektronische Briefkasten vor lauter Unwichtigem über, wenn man sich nicht gleich bei jedem Ploppen oder Klingeln des E-Mail-Programms über den Posteingang hermacht. Aufgaben delegieren ist ein Graus, verwendet man etwa ein im Unternehmensumfeld weit verbreitetes Kommunikationsprogramm namens Lotus Notes (Kenner werden jetzt wissend nicken, alle anderen wollen wir hier nicht mit Horrorgeschichten aus dem Büroalltag langweilen…). Mit einem Wort: Die Kommunikation per E-Mail, die ganz am Anfang der digitalen Revolutionen stand, zeigt ihre hässliche Kehrseite öfter, als einem lieb ist.

Der Massenversand von Schund rechnet sich: Es ist egal, ob man eintausend, eine Million oder eine Milliarde Mal eine Botschaft verschickt, Versandkosten fallen praktisch nicht an und skalieren nicht linear. Allein der Erwerb der Adressen kostet, doch kennen Spammer zahlreiche Methoden, diesen Faktor niedrig zu halten. Wenn nur jeder zehntausendste auf ein irrsinniges Angebot eingeht, erhält der Versender von einer Milliarde Spammails 100.000 Geschäftskontakte! In analogen Zeiten hätten für einen derartigen Aufwand von Werbeflyern ganze Wälder sterben müssen. Wohlwissend, die Zeit nicht zurück drehen zu können, sagen wir Siri Bescheid, sie möge unseren Termin mit dem Vertrieb verschieben und machen uns mangels eigener Sekretärin über unseren Posteingang her, in der Hoffnung, unter all den Belanglosigkeiten auch die drei wichtigen Mails bald zu finden…

Die heute Frage: Die erste E-Mail hat angeblich 1971 am MIT Ray Tomlinson verschickt. Was war deren Inhalt?

  1. Der Satz "Das Pferd frisst keinen Gurkensalat"

  2. Der freudige Ausruf "It works!"

  3. Die Erklärung des @-Zeichens.

Wenn Sie die Antwort wissen, kreuzen Sie diese in unserem heutigen Gewinnspielformular an.

Zu gewinnen gibt es heute:

Einen Kopfhörer hf5 von Etymotic : Die hf5-InEar-Ohrhörer von Etymotic bieten ein erstklassiges Sound-Erlebnis bei optimaler Geräuschisolierung.

Die Grundlagenbuch zu Office:mac 2011 aus dem Mandl-Schwarz-Verlag: Gründlich ist die Einführung auf gut 500 Seiten in Word & Co. in der Tat, stellt unser Rezensent fest und empfiehlt : "Insgesamt dürfte darin jeder Nutzer, der mit Office arbeiten will oder muss, nicht nur eine allgemeine Einführung, sondern auch konkrete Hinweise für aktuelle Fragestellungen finden."

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