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Gewinnspiel (8.12): Fernsehen im digitalen Zeitalter

08.12.2011 | 00:01 Uhr |

Internet und Fernsehen haben viel gemeinsam: Kulturskeptiker hatten das "neumodische Zeugs" als irrelevant gebrandmarkt und wollten das neue Medium am liebsten ignorieren. Revolutionäre lassen sich aber nicht so einfach unter den Tisch kehren.

Es ist noch gar nicht so lange her, da planten Familien ihren Alltag rund um das Fernsehprogramm. Wenn der Apparat mal kaputt war, kam es zu Verwirrungen, die in unvergleichlicher Weise der im Sommer verstorbene Loriot karikierte - das übrigens mit Mitteln des Fernsehens. Der Fernseher war wie das Lagerfeuer, um den sich die Familie nach getanem Werk versammelte. Am liebsten am Samstag Abend, an dem die beiden Anstalten und ihre Lokalsender die ganze Familie bedienten.

Die Auflösung der Frage vom 7. Dezember

Hat Nigeria im Jahr 1991 wirklich seine Hauptstadt verlegt?

Ja, Nigerias Hauptstadt ist seit 1991 Abuja und nicht mehr Lagos und liegt im Landesinneren.

Die Veränderung des Fernseh-Alltags hatte weit vor der Internet-Revolution begonnen, mit den Privatsendern betraten Ende der Achtziger neue Mitspieler das Feld, die das Spiel radikal änderten. Plötzlich waren werberelevante Zielgruppen, schnelle Schnitte und unerträgliche Spannungsbögen wichtiger als Familienunterhaltung oder gründliche Information. Im Druck der Quote vergaßen selbst die öffentlich-rechtlichen Anstalten ihren gesetzlichen Bildungsauftrag allzu häufig und versuchten die Privaten mit teils noch tumberen und reißerischeren Formaten zu übertrumpfen. Selbst Informationssendungen müssen nun mit Spannungsbögen arbeiten, um neben dem Erlös aus Gebühren auch den aus Werbung hoch zu halten. Früher sendete beispielsweise die Sportschau die Zusammenfassung eines Spitzenspiels kurz nach sechs und nicht erst um kurz vor acht.

Nur eines ist nach der Fernsehrevolution der Neunziger geblieben: Die feste Sendezeit. Frei nach Loriot: "Ich lasse mit von einer kaputten ARD doch nicht vorschreiben, wann ich meine Hauptnachrichten sende!" - doch, die Programmschemata mit dem Zentrum Tagesschau von 20.00 bis 20.15 Uhr bestehen weiterhin.

Das ändert sich aber bereits in der digitalen Fernsehrevolution. Der Fernseher als Lagerfeuer für die ganze Familie hat längst ausgedient, zu vielfältig ist das Programm, zu unvereinbar die Partikularinteressen. Ob das Fernsehen früher besser oder schlechter war, lässt sich nicht beurteilen, denn das Publikum bekommt das Programm, das es verdient. Nur eines ist sicher: Das Signal-Rausch-Verhältnis wurde deutlich schlechter, und zwar für jedes Interessenprofil. In all dem Angebot fällt es einem immer schwerer, die Perlen zu finden.

Mit den digitalen Optionen schwindet wenigstens das Diktat der Sendezeit. Die Sendungen von Interesse zeichnet man sich auf seinem Festplattenrekorder oder mittels Software wie Eye TV oder The Tube auf dem Mac auf und sieht sie zum passenden Zeitpunkt an. Während andere sich mühsam bis zum Beginn der neuen Stromberg-Folge wachhalten (nach den Nachrichten…), hat der Abonnent eines iTunes-Serien-Passes die Folge schon längst geladen und schaut sie ohne Werbeunterbrechung auf dem Apple TV. Und selbst für Live-Ereignisse gibt es eine Lösung für jede Zeit und jeden Ort, exemplarisch sei auf die Lösungen von Elgato und Equinux verwiesen, die Live-Bilder unabhängig von einem Internetzugang auf iPad und iPhone bringen. Apple plant angeblich bereits die Vollendung der digitalen Fernsehrevolution, mit einem integrierten Gerät, das Live-Fernsehen mit Inhalten aus dem Internet zusammenbringt, das Gerät soll sich zudem mit Hilfe von Siri steuern lassen. Welch’ ein Traum: "Siri, zeige mir eine Dokumentation über die Beatles, die ich noch nicht kenne, die mich aber begeistern wird."

Das Fernsehen ist also noch lange nicht tot, nur sieht es zum Jahresende 2011 ganz anders aus. "Wetten, dass…?" am vergangenen Samstag war womöglich die letzte Sendung ihrer Art: Fernsehen, dass die Zeitplanung ganzer Familien diktiert.

Natürlich stellen wir heute am Todestag von John Lennon die Frage nach den Beatles. Interessante Dokumentationen über die Beatles bietet der iTunes Store seit November 2010 im "Beatles Box Set", dem Gesamtwerk der vier Pilzköpfe, an - zu jedem Studioalbum ein, dazu noch ein Video des ersten US-Konzertes. Wie viele Studioalben haben die Beatles veröffentlicht?

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Wenn Sie die Antwort wissen, kreuzen Sie diese in unserem heutigen Gewinnspielformular an.

Zu gewinnen gibt es heute:

Das Buch " Mac-OS X Lion - Der umfassende Ratgeber " aus dem Vierfarben-Verlag: Was immer Sie mit Ihrem Mac tun wollen, hier finden Sie Auskunft. Der Apple-Experte Florian Gründel zeigt Ihnen in diesem umfassenden Ratgeber, wie der Mac "tickt" und wie Sie mit ihm arbeiten.

Das Buch: " iLife 11 - Das Workshopbuch für die Praxis " aus dem Mandl-Schwarz-Verlag: Das Buch zeigt in leicht nachvollziehbaren Praxis-Workshops, wie Sie man mit den iLife-Programmen umgeht.

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