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GfK: Online-Handel in Deutschland boomt

07.09.2004 | 09:46 Uhr |

Der Einkauf im Internet gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Einer Studie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge haben deutsche Konsumenten im ersten Halbjahr 2004 für mehr als 5,3 Milliarden Euro Waren (Non-Food) im Internet gekauft.

Für das Gesamtjahr prognostizieren die Marktforscher einen Umsatz von mehr als elf Milliarden Euro.

Jeden vierten Euro im Internet gibt die inzwischen auf 38,1 Millionen gestiegene Zahl der Online-Nutzer inzwischen bei Auktionen aus, ergab die Umfrage weiter. Dabei werden nicht nur Neuprodukte oder tatsächliche Second-Hand-Ware ersteigert, sondern immer häufiger auch "neuwertige" Gebrauchsgüter. Dieser private Markt entziehe dem Handel zusätzliches Geschäft, da die Verbraucher ihr Geld sonst wahrscheinlich in Neuanschaffungen investiert hätten, so die GfK.

Da sich die Verbraucher in Bezug auf Einkäufe und Anschaffungen nach wie vor eher zurückhalten, gehe die intensivere Nutzung des Internets als Einkaufsstätte zu Lasten des stationären Handels und des Versandhandels, resümieren die Marktforscher. Besonders hohe Einbußen verzeichneten dabei Fachhandel und Kaufhäuser, die der Online-Konkurrenz im Preiswettbewerb und der Sortimentsvielfalt wenig entgegensetzen könnten. So sei der Anteil des Internets am Umsatz mit Textilien, Elektroartikeln und Hartwaren (Non-Food- Bereich) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von drei auf fünf Prozent angewachsen. Dagegen hätten der stationäre Handel (86 Prozent) und der Versandhandel ohne Internet (neun Prozent) Markanteile eingebüßt. (mb)

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