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Giftige Ausdünstungen bei neuen Monitoren

01.05.2004 | 11:36 Uhr |

Fabrikneue Computermonitore können nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" Krebs erregende Stoffe ausdünsten. So sonderten sie einen Stoff in die Raumluft ab, der auch im Verdacht stehe, das Erbgut zu schädigen.

Ein Röhrenbildschirm sowie ein moderner Flachmonitor seien bei ersten Analysen mit einem neuen Prüfkammer-Verfahren durch unnötig hohe Emissionen von Phenol aufgefallen. Das Röhrengerät habe noch nach zweiwöchigem Betrieb weit mehr von der giftigen Chemikalie ausgedünstet, als für Fachleute nach dem Stand der Technik tolerierbar sei.

"Wir können nicht ausschließen, dass auch andere Bildschirme am Markt hohe Emissionsraten aufweisen", wird der Gefahrstoffexperte Helmut Blome vom Berufsgenossenschaftlichen Institut für Arbeitsschutz in St. Augustin zitiert, das die Studie initiierte. Die Prüfer halten dem Magazin zufolge Leiterplatten aus Phenolharzen für die Quelle des schädlichen Stoffes.

Die Berufsgenossenschaften planen ein neues Zertifikat für "sichere, ergonomische und emissionsarme" Bürokommunikationsgeräte, das deren Schadstoffabgabe laut Blome "viel umfassender" bewertet als das bisherige Prüfsiegel, der Blaue Umweltengel. "Jeder zweite PC-Monitor wird diese Prüfanforderungen zunächst nicht erfüllen", vermutet Blome.

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