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Gigant mit Giga-Hertz

05.08.2003 | 16:05 Uhr |

Als "schnellsten PC der Welt" preist Apple den neuen G5-Mac an. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass Apple dank neuester Technik und schneller Komponenten der Konkurrenz ein gutes Stück voraus ist.

Kurz nach der Live-Übertragung der WWDC-Keynote von Steve Jobs hatten wir auf der in Berlin stattfindenden Presseveranstaltung die Gelegenheit, ein paar kurze Tests mit Apples neuen G5-Macs durchzuführen. Wenige Minuten später erfolgte der mit Spannung erwartete Anruf in der Münchner Redaktion: "Sorry, manches hat nicht geklappt." Nicht etwa, weil wir von Muskel bepackten Bodyguards von dem Vorführgerät vertrieben worden wären - nein, der Alu-Mac war in einigen unserer Standardtests einfach zu schnell, als dass jemand die Zeit hätte erfassen können. Staunen in der Redaktion und natürlich auch Vorfreude ob der sehr guten Photoshop-Ergebnisse - ist der G5 etwa der Ausweg aus der Sackgasse, in die Apple das G4-Trauerspiel der vergangenen Jahre geführt hatte? Ist der G5 tatsächlich Apples Antwort auf die Rekordjagd nach immer mehr Gigahertz?

Für alle Leser, die auch mal gerne die letzte Seite eines guten Buches zuerst lesen, hier schon einmal eine kleine Vorabantwort auf diese brennenden Fragen: Ja, der G5 ist seit Jahren endlich wieder ein echter Power Mac, mit dessen Leistung Mac-Anwender auf Partys wieder mit stolz geschwellter Brust die abwertenden Kommentare von PC-Benutzern abwehren können. Allerdings: Diese Aussage basiert lediglich auf den offiziellen technischen Spezifikationen des G5 und persönlichen Eindrücken, die verschiedene Macwelt-Redakteure auf WWDC-Events in San Francisco und Berlin sowie auf der vergangenen Mac Expo in Köln sammeln konnten. Harte Fakten, sprich Testergebnisse, gibt es erst in der kommenden Ausgabe, wenn wir die ersten Serienmodelle über unseren neuen Benchmark-Parcours jagen.

In der Ausgabe 8/2003 der Macwelt haben wir bereits einen intensiven Blick unter die Haube des Power-PC 970 von IBM - alias G5 - geworfen. Nun stellte uns Apple ein Vorserienmodell der G5-Macs zur Verfügung, das zwar noch nicht für Geschwindigkeitstests, dafür aber für einen Blick ins Innere gut geeignet ist.

 

CPU-Architektur

 

Wohl am auffälligsten an der neuen Platine des G5-Macs sind die mächtigen Kühlkörper, die unmittelbar über dem Prozessor sitzen. Bei Taktfrequenzen zwischen 1,6 und 2 GHz sind diese allerdings auch nötig - zusammen mit insgesamt 9 Ventilatoren, die für die nötige Frischluft sorgen. Die hohen Taktraten setzen sich zudem im gesamten System fort. Der Dual-Prozessor-Mac beispielsweise ist über einen 1-GHz-Frontside-Bus mit dem Arbeitsspeicher verbunden, hier verwendet Apple DDR-400-Bausteine, die immer paarweise auf dem Mainboard installiert sein müssen; Fachleute nennen das Dual-Channel-Technik. Auch die beiden anderen G5-Modelle verwenden schnelle Busse und schnellen Arbeitsspeicher.

 

Mehr zu Apples neuem Top-Modell, seinen Schnittstellen, seiner Grafik und seinem Leistungsvermögen lesen Sie in Macwelt 9|2003, die ab Mittwoch, den 6. August an allen Kiosken liegt.

 

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